Marienschule Roxel
„Tempo 30“ vor der Marienschule

Münster-Roxel -

„Durch Inklusion und Migration kommen Kinder zu uns, die im Straßenverkehr unsicher sind. Aber auch die immer jünger werdenden Kinder müssen wir im Blick haben“, sagt Kerstin Ahlers, Leiterin der Roxeler Mariengrundschule. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass bei der jüngsten Sitzung der Schulpflegschaft das Thema „Schulwegsicherung“ zentralen Stellenwert einnahm. Dabei wurde auch die Forderung nach „Tempo 30“ im Bereich der Roxeler Grundschule laut.

Dienstag, 17.05.2016, 19:05 Uhr

Für eine bessere Absicherung des Schulwegs ihrer Kinder – hier ein Blick auf die Roxeler Straße – setzen sich die Elternschaft und die Leitung der Mariengrundschule ein.
Für eine bessere Absicherung des Schulwegs ihrer Kinder – hier ein Blick auf die Roxeler Straße – setzen sich die Elternschaft und die Leitung der Mariengrundschule ein. Foto: sch

Mit von der Partie bei der Sitzung war Stephan Brinktrine. Der Bezirksbürgermeister stand den Eltern Rede und Antwort. Das Thema „Schulwegsicherung“ sei in Roxel keineswegs neu – allerdings „dringender denn je“, stellte Doris Feldmann als Schulpflegschaftsvorsitzende fest. Bereits im Jahr 2014 hatten Eltern der Marienschule darüber Gespräche mit der Verkehrsunfallpräventionsstelle der Polizei und der Verwaltung geführt. Auch ein Ortstermin mit Vertretern der Politik fand in diesem Zusammenhang auf Initiative der Schulpflegschaft statt.

Brinktrine benötigte bei der Sitzung laut einer Mitteilung der Schulpflegschaft so einiges an Zeit, um die zahlreichen Anträge vorzustellen, die seitdem von den Parteien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Roxel gestellt wurden. „Das Thema ist also angekommen“, hob der Bezirksbürgermeister hervor. „Wir fühlen uns von der Politik durchaus unterstützt. Was wir jedoch brauchen, sind ganz konkrete Verbesserungen“, stellte Thomas Roßbach als Vize-Vorsitzender der Schulpflegschaft klar.

Dass die Geduld der Eltern am Ende ist, wurde in der anschließenden Diskussion überaus deutlich. Vor Unterrichtsbeginn, so berichteten Eltern, werde es auf den Gehwegen und im Wartebereich der Ampeln extrem eng. Zu Fuß, mit Rollern und Fahrrädern drängten sich Grundschüler wie durch ein Nadelöhr. „Immer wieder kommt es zu einem gefährlichem Gerangel, bei dem Kinder auch schon mal auf der Fahrbahn landen“, warnte ein Vater.

Eine gute Nachricht hatte Bezirksbürgermeister Brinktrine für die Ampelanlage Roxeler Straße / Annette-von-Droste-Hülshoffstraße zu vermelden: Nach einem Hinweis der Schulpflegschaft konnte dort eine Verlängerung der Grünphase um zwei Sekunden erreicht werden. Allerdings hätten die Autos immer noch gleichzeitig mit den Fußgängern grün. Ein Warnblinklicht und deutliche Fahrbahnmarkierungen sind aus Sicht der Schule deshalb „dringend notwendig“.

Die Liste mit konkreten Hinweisen, die Stephan Brinktrine von den Eltern erhielt, war lang. Ganz oben steht der Wunsch nach „Tempo 30“ im gesamten Bereich der Marienschule. Ein aktueller Beschluss der Verkehrsministerkonferenz macht laut Elternschaft den Weg für ein Tempolimit vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen frei. „Das würde uns hier in Roxel sehr helfen“, waren sich Schulpflegschaft und Schulleitung einig.

Gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister stellte die Schulpflegschaft bereits einen ersten Fahrplan für das weitere Vorgehen auf. „Damit die Umsetzung nicht wieder zwei Jahre dauert,“ so die Vorsitzende Doris Feldmann.

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