St. Pantaleon Roxel
Pfarrer will zeitgemäße Kirche

Münster-Roxel -

Die St.-Pantaleon-Kirche soll von innen und außen saniert werden. Pläne dafür stellten am Sonntag nach der Messe Pfarrer Dr. Christian Schmitt und Architektin Diana Danne im Pfarrheim vor.

Mittwoch, 06.07.2016, 07:07 Uhr

Was bisher geplant ist, stellten Pfarrer Schmitt und Architektin Danne vor. Einige Ideen stießen bei den Teilnehmern auf Akzeptanz, beim Thema Sitzgelegenheiten im Kirchenschiff gab es aber Diskussionen.
Was bisher geplant ist, stellten Pfarrer Schmitt und Architektin Danne vor. Einige Ideen stießen bei den Teilnehmern auf Akzeptanz, beim Thema Sitzgelegenheiten im Kirchenschiff gab es aber Diskussionen. Foto: sn

„Wir können nicht mehr so tun, als ob 1989 wäre“, meinte Schmitt . Das war der Zeitpunkt der letzten Innensanierung: „Wir haben jedes Mal nur noch 200 bis 250 Leute in der Kirche.“ Die Folge: leere Sitzbänke. Und die sollen raus. Bänke, Stühle und Sitzgelegenheiten im Allgemeinen – ausgerechnet an diesem eher zweitrangig erscheinenden Punkt entzündete sich eine rege Diskussion. Dabei soll viel mehr gemacht werden.

Diana Danne , die schon für die Sanierung in der Mecklenbecker St.-Anna-Kirche verantwortlich zeichnete, ging zunächst auf die Pläne für die Fassade ein. „Wir haben am Kirchturm ein sogenanntes Schollenmauerwerk.“ Das bedeute, dass es viele offene Fugen gebe, die sehr anfällig für die Witterung seien. Und: „An der Seite läuft immer Wasser herunter.“ Hier soll die Sanierung ansetzen. Es werde geprüft, warum es bisher keine Dachrinne gebe. Eine vorstehende Schindel solle zurückgedrückt werden.

Weiteres Problem: „Wir haben an den Treppen unterschiedliche Materialien.“ Nämlich Sandstein und Granit. Es laufe Regenwasser bis in die Kirche hi- nein. Nun sollen die Granitstufen ebenfalls durch Sandstein ersetzt und das Gefälle korrigiert werden, hieß es. Im Innern sei ein, wenn auch zurückhaltender, Neuanstrich geplant: „Die ganze Kirche ist dunkel und schwarz geworden“, sagte Danne. Für mehr Helligkeit könnten zum Beispiel Kunstwerke separat angeleuchtet werden, um sie zu mehr Geltung zu bringen.

Dann waren wieder die Sitzgelegenheiten Thema: Die Bänke sollten, schlug Danne vor, aus den Seitenschiffen entfernt werden. Auch um Platz für den Beichtstuhl zu haben. Ein Teilnehmer war mit der Idee nicht zufrieden: „Es sind immer Leute in den Seitenschiffen, wo sollen die denn hin?“, fragte er. Jemand anderes schlug vor, bei Bedarf Stühle aufzustellen. Kollektives Seufzen war die Reaktion im Publikum: „Hört mir erst mal zu!“, ließ der Kirchgänger nicht locker.

Pfarrer Schmitt bewertete das Problem ähnlich: „Wir haben genau das vor: Bei Bedarf sollen Stühle aufgestellt werden.“ Ein älterer Herr gab zu bedenken: „Besser auf Stühlen sitzen, als sich auf Bänken herumzuquälen.“

Schmitt betonte: „Leere Sitzreihen sind in der Kirche deprimierend. Und ich will keine Kirche, die deprimierend ist.“ Mit den Plänen soll sich bald der Kirchenvorstand beschäftigen, dessen Aufgaben zurzeit der Verwaltungsausschuss übernehme, berichtete der Geistliche. „Mit der Renovierung muss etwas passieren, um die Kirche in die heutige Zeit hineinzubringen.“

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