Innensanierung lässt St. Pantaleon in neuem Glanz erstrahlen
Feinarbeit in schwindelnder Höhe

MÜNSTER-ROXEL -

Das Kirchenschiff ist eine Baustelle. Auch hoch über dem Boden wird saniert.

Dienstag, 23.08.2016, 05:08 Uhr

Hoch über dem Altarraum von St. Pantaleon wird im Zuge der Innenrenovierung des Gotteshauses derzeit das Deckengewölbe gestrichen. Pfarrer Dr. Christian Schmitt (vorne r.) und Verwaltungsreferent Herbert Wilde begutachten den Fortgang der Arbeiten. Mit im Bild: Mike Hinngan (l.) und Bernd Zumbusch.
Hoch über dem Altarraum von St. Pantaleon wird im Zuge der Innenrenovierung des Gotteshauses derzeit das Deckengewölbe gestrichen. Pfarrer Dr. Christian Schmitt (vorne r.) und Verwaltungsreferent Herbert Wilde begutachten den Fortgang der Arbeiten. Mit im Bild: Mike Hinngan (l.) und Bernd Zumbusch. Foto: jans

Der Boden ist verschalt, Gerüste führen in schwindelnde Höhen, ganz oben streichen Maler das Kirchengewölbe: Die Pfarrkirche St. Pantaleon ist momentan eine Großbaustelle.

Zu Weihnachten, hoffen Pfarrer Dr. Christian Schmitt und Herbert Wilde , Verwaltungsreferent der Gemeinde St. Liudger, zu der das Roxeler Gotteshaus jetzt gehört, soll die Innensanierung abgeschlossen sein. Dann könnten die Gottesdienste wieder an gewohnter Stelle stattfinden. Jetzt werden die Sonntagsmessen im Pfarrheim abgehalten. Bereits seit zehn Wochen, so Pfarrer Schmitt weiter, werde in der Kirche gearbeitet.

Dort ist inzwischen schon die Heizung erneuert worden. Nun wird angestrichen und der Putz ausgebessert. Dafür wurde hoch im Kirchenschiff ein hölzerner Arbeitsboden eingebaut. An letzten Details eines Beleuchtungskonzepts, das den Innenraum in neuem Glanz erstrahlen lassen soll, werde noch gefeilt, so der Seelsorger weiter.

Zur Renovierung des von Baumeister Hilger Hertel im 19. Jahrhundert an den mittelalterlichen Turmbereich angefügten neugotischen Kirchenschiffs gehört auch eine fachgerechte Aufarbeitung der Kunstwerke in St. Pantaleon. Johann Wilhelm Gröningers prächtige Statuen der Kirchenväter Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor der Große sollen beispielsweise sorgfältig restauriert und an neuer Stelle in besserem Licht präsentiert werden, so Pfarrer Dr. Schmitt und Verwaltungsreferent Wilde.

Der momentan von dicken Plastikplanen vor dem Baustellenstaub geschützte mittelalterliche Taufstein wird zudem von der Seite der Kirche mitten ins Kirchenschiff versetzt. Hiermit werde die „Taufe als zentrales Element“ im kirchlichen Leben betont, so Pfarrer Dr. Schmitt.

450 000 Euro werde die vom Architekturbüro Danne und Linnemannstöns geplante Innensanierung von St. Pantaleon kosten, erläutert Wilde. Die neue Heizung schlage mit 120 000 Euro zu Buche. Allein das für die Renovierung nötige Gerüst im Kirchenschiff koste 80 000 Euro. 50 000 Euro wurden von Roxeler Gläubigen für die Sanierung gespendet, hebt Pfarrer Dr. Schmitt hervor.

Bevor das Innere der Kirche renoviert wurde, war das Äußere dran. Schon seit zwei Jahren werde an der Kirche gearbeitet, so Wilde. Zunächst kam für 700 000 Euro das Dach an die Reihe, erinnert sich auch Pfarrer Dr. Schmitt. „Das Dach ist jetzt wieder dicht“, betont er. Dafür sei viel Handarbeit beim Zuschneidern der einzelnen Schieferabdeckungen nötig gewesen.

Die letzte Renovierung der Kirche fand in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts statt, weiß der Seelsorger. Wie nötig die aktuelle Maßnahme ist, wird klar, wenn man den Malern zuschaut, die hoch über dem Altarraum das Gewölbe streichen. Bernd Zumbusch und Kollege Mike Hinngan reinigen zunächst die alten, angegrauten Flächen. Dann tragen sie neue Farbe auf – und das Deckengewölbe über dem Altar erstrahlt in Weiß. Stückchen für Stückehen.

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