St. Pantaleon Roxel
St. Pantaleon in neuem Glanz

Münster-Roxel -

Fast ein halbes Jahr lang dauerten die umfangreichen Renovierungsarbeiten im Inneren von St. Pantaleon. Jetzt steht das Gotteshaus der Gemeinde wieder zur Verfügung.

Sonntag, 18.12.2016, 19:12 Uhr

Der alte Taufstein steht in der frisch renovierten Roxeler Pfarrkirche jetzt an einem neuen Platz.
Der alte Taufstein steht in der frisch renovierten Roxeler Pfarrkirche jetzt an einem neuen Platz. Foto: ann

Über einen roten Teppich in die Kirche zu schreiten – das ist nicht nur gekrönten Häuptern und Staatschefs vorbehalten. In Roxel konnte jetzt jeder Kirchgänger dieses Erlebnis haben. Fast ein halbes Jahr lang ist die Kirche St. Pantaleon renoviert worden, nun wurde sie – gewissermaßen als Weihnachtsgeschenk – der Gemeinde wieder übergegeben.

Die Gläubigen, die sich über Monate bei Gottesdiensten mit der Aussegnungshalle auf dem Friedhof und dem großen Saal im Pfarrheim behelfen mussten, wurden eingeladen, ihr „neues, altes“ Gotteshaus in Besitz zu nehmen. Freundlich-hell und weitläufig-offen waren die ersten Eindrücke beim Betreten des Kirchenschiffs. Dieser Eindruck wurde verstärkt durch eine zarte, gleichsam schwebende Musik.

Annette Kamp sang die Adventskantate von Telemann („Jesu, komm in meine Seele“). Sie wurde dabei von Felicitas Gerwin am Klavier begleitet. Pfarrer Dr. Christian Schmitt hieß die Gemeinde willkommen, die teilweise auf den Kirchenbänken Platz genommen hatte, teilweise aber auch langsam und aufmerksam umhergehend die Veränderungen auf sich wirken ließ.

Auffälligste Umgestaltung: Im hinteren Kirchenschiff sind einige Sitzbänke verschwunden, bei Bedarf werden sie durch Stühle ersetzt. Dort steht nun der Taufstein – einer der schönsten und ältesten in Westfalen – mittig auf einer Achse zum Altar. Das sei auch in theologischer Hinsicht ein überaus geeigneter Platz, betonte Pfarrer Schmitt: „Wer die Kirche betritt, wird von Christus begrüßt und gesegnet. Das Taufbecken oder Weihwasserbecken ist sichtbarer Mittelpunkt im Gotteshaus.“

Und ja, es sei heller geworden: „Hier wurden seit der letzten Renovierung nach 27 Jahren mal wieder die Fenster geputzt.“ Bevor gestrichen werden konnte, sei wochenlang mit Radierschwämmen gearbeitet worden, erläutert die erfahrene Architektin Diana Danne: „Durch den Ruß der vielen Kerzen waren die Gewölbe teilweise richtig dreckig. Es wurden auch defekte Putzstellen ausgebessert, Kabelkanäle unter Putz gelegt und neue Liedanzeigen angebracht.“

Das Farbkonzept sei nicht geändert worden, lediglich seien alle Farben und auch das Gold aufgefrischt worden. Ebenso sei das Beleuchtungskonzept nicht völlig geändert worden, auch wenn die Lampen ausgetauscht worden seien. „LED- Lampen sind wirtschaftlicher und bringen etwa doppelt so viel Helligkeit. Von den Kapitellen aus werden die Gewölbe zusätzlich noch ausgeleuchtet. Natürlich alles dimmbar, es gibt ein digitales Beleuchtungsprogramm für unterschiedliche Lichtszenarien“, erklärte die Architektin. Ungewohnt für den einen oder anderen? Vielleicht, aber eine Menge Zustimmung war bereits spürbar.

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