Roxeler Kneipenvorlesungen
Von Abessinien bis zum Calvi-Mord

Münster-Roxel -

Die Kneipenvorlesungen des Roxeler Heimat- und Kulturkreises sind interessant und bei den Zuhörern beliebt. Auch in ihrem siebten Jahr wartet die Veranstaltungsreihe wieder mit spannenden Themen auf.

Mittwoch, 08.02.2017, 19:02 Uhr

Mit der Kneipenvorlesung nach Jordanien: Die Juni-Vorlesung entführt die Zuhörer in die jordanische Felsenstadt Petra.
Mit der Kneipenvorlesung nach Jordanien: Die Juni-Vorlesung entführt die Zuhörer in die jordanische Felsenstadt Petra. Foto: epa Nelson

Im Jahr 2011 fing alles an: Damals bestritt Prof. Dr. Ulrich Keil als Referent die erste „Roxeler Kneipen-Vorlesung“ des Heimat- und Kulturkreises . Es ging um Alkohol und Herzkrankheiten. „Der Saal war brechend voll. Ein Drittel der Besucher musste sogar wieder nach Hause gehen“, erinnert sich Dr. Paul Ottmann vom Vorstand des Kreises. Im mittlerweile siebten Jahr sind die Kneipenvorlesungen des Heimat- und Kulturkreises in Roxel längst zu einer festen und beliebten Reihe geworden.

Auch anno 2017 finden die akademischen Runden mit anschließendem Austausch, zu denen auch Nicht-Akademiker hochwillkommen sind, wieder statt. Vier sind es an der Zahl. Am 16. Februar um 19 Uhr geht es im „Hörsaal“ der Gaststätte Kortmann (Pantaleonstraße) wieder los. Allen Referenten ist gemein, dass sie in Roxel beheimatet sind.

Die Auftaktvorlesung des Jahres wird Prof. Dr. Uta Dirksen halten. Die Kinderonkologin des münsterischen Uniklinikums hat sich auf die Gesundheit von Kindern rund um den Globus konzentriert. Über den gemeinnützigen Verein „Archemed – Ärzte für Kinder in Not“ war sie auch im Hochland von Abessinien in Eritrea. Bei ihrer Vorlesung wird die Medizinerin über ein dortiges Klinikprojekt und natürlich auch über Land und Leute referieren. Beide seien wunderbar.

Kriminalistisch und hochspannend soll es am 6. April bei der Kneipenvorlesung von Prof. Dr. Bernd Brinkmann zugehen. Unter der Überschrift „Der (fast) perfekte Mord“ wird der Fachmann vom münsterischen Institut für Forensische Genetik Einblick in seine Arbeit geben. Er wird über nahezu perfekte Mordfälle und versuchte Morde berichten. Zu den teils spektakulären Fällen, an dessen Aufklärung Brinkmann beteiligt war, zählt unter anderem auch der Mord am italienischen Bankier Roberto Calvi, der im Jahr 1982 erhängt unter der Londoner Blackfriars Bridge aufgefunden wurde.

Nach Jordanien, in die Felsenstadt Petra, geht es am 8. Juni unter der Regie von Prof. Dr. Robert Wenning. Der Archäologe ist seit vier Jahrzehnten im Nahen Osten tätig. In den vergangenen 21 Jahren fokussierte sich seine Arbeit auf die verlassene Stadt, die als Kulturdenkmal in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen wurde und in der Antike Hauptstadt des Reiches der Nabatäer war. Wenning wird Einblick in die aus dem Fels gemeißelte Stadt geben, die Jahr für Jahr von rund einer Million Touristen besucht wird.

Letzter Referent der 2017er Vorlesungsreihe wird am 19. Oktober der syrische Englisch-Lehrer Imad Bozan sein. Er floh im Jahr 2015 mit seiner Familie aus der nordsyrischen Großstadt Aleppo nach Deutschland. Bei seiner Vorlesung wird Bozan vom Leben in der einstigen Handelsmetropole, vom Krieg, von seiner Flucht und vom Alltag in der islamischen Welt berichten. Laut Heimat- und Kulturkreis erwartet die Zuhörer „ein authentischer Bericht eines Flüchtlings, der der Hölle des Krieges entkommen konnte“.

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