Foto-Ausstellung im Roxeler Pfarrzentrum
Ort der Ruhe am Autobahnrand

Münster-Roxel -

Unter der Überschrift „Ruhepause“ wird am 19. Februar zu einer Ausstellung von Tobias Klostermann ins Pfarrzentrum St. Pantaleon eingeladen. Der Mecklenbecker Fotograf zeigt dort Fotos der Roxeler Autobahnkapelle.

Donnerstag, 16.02.2017, 20:02 Uhr

Fotokünstler aus Mecklenbeck: Tobias Klostermann hat im Rahmen eines Studienprojekts im Oktober vergangenen Jahres die Roxeler Autobahnkapelle fotografiert. Seine sehenswerten Aufnahmen werden am Sonntag bei einer Ausstellung im Pfarrzentrum St. Pantaleon präsentiert.
Fotokünstler aus Mecklenbeck: Tobias Klostermann hat im Rahmen eines Studienprojekts im Oktober vergangenen Jahres die Roxeler Autobahnkapelle fotografiert. Seine sehenswerten Aufnahmen werden am Sonntag bei einer Ausstellung im Pfarrzentrum St. Pantaleon präsentiert. Foto: sch

„Ich wusste, dass es sie gibt, aber bin ich zuvor nie dagewesen“, sagt Tobias Klosterkemper im Hinblick auf die Autobahnkapelle am Roxeler Autobahnrasthof Münsterland-Ost. Im vergangenen Jahr sah der Mecklenbecker sich die Kapelle jedoch ganz genau an. Sie wurde Bestandteil eines fotografischen Projekts, dass der 41-Jährige für eine Zwischenprüfung am Fachbereich Foto-Design des Bochumer Instituts für Bildende Kunst und Kunsttherapie absolvierte. Am Sonntag (19. Februar) werden die Ergebnisse des Projekts in Roxel zu sehen sein.

Unter der Überschrift „Ruhepause“ zeigt die St.-Pantaleon-Gemeinde, deren ehrenamtliche Helfer sich seit Jahrzehnten um die Autobahnkapelle kümmern, die sieben Fotografien, die Tobias Klostermann im Herbst 2016 für das Projekt auswählte. Sie sollen die entschleunigende Wirkung der Kapelle am Rande der Autobahn 1 aus der Perspektive eines imaginären Pkw-Fahrers verdeutlichen.

Angefangen vom großen Hinweisschild, das die Autofahrer an der Asphaltpiste auf die Kapelle hinweist, bis zum Altar im Innern des kleinen Gotteshauses und dem dort ausgelegten Anliegenbuch geht die kompakte Fotoreise. In sieben Etappen nähert sich der Autofahrer – und natürlich auch der Besucher der Ausstellung – der Roxeler Autobahnkapelle.

Sie sei ein sehenswürdiger Ort: „Bereits beim ersten Besuch merkte ich, wie entschleunigend die Kapelle wirkt“, sagt Klostermann. Abseits vom ständigen Lärm und der Hektik am Autobahnrand biete die Kapelle den Besuchern die Möglichkeit, eine entspannende Auszeit einzulegen, vorübergehend Ruhe zu finden, Stress auszublenden, sich auf sich selbst und auf mögliche Anliegen zu konzen­trieren.

Klostermann, gebürtiger Nordkirchener und mit seiner Familie in Mecklenbeck wohnhaft, hat schon seit vielen Jahren ein Faible fürs Fotografieren. Als Schüler legte er sich im Jahr 1992 seine erste Spiegelreflexkamera, eine Praktica aus DDR-Fertigung, zu. Während seines Studiums an der Uni Münster schoss der Diplom-Geograf für verschiedene Verlage Ansichtskarten-Fotos, insbesondere von der Nordsee. „Mich reizen Meeresstimmungen und maritime Landschaften“, sagt er.

Ende 2014 hängte Klostermann seinen Job an den Nagel, um seitdem als freischaffenden Fotograf und Fotokünstler zu arbeiten. Seit anderthalb Jahren absolviert er den Studiengang Foto-Design in Bochum.

„Es wäre einfach zu schade gewesen, meine Fotos über die Autobahnkapelle in der Schublade verstauben zu lassen“, meint der Mecklenbecker. Nach einem Gespräch mit Pfarrer Dr. Christian Schmidt von der Pantaleon-Gemeinde war schnell klar, dass die Aufnahmen bei einer Ausstellung im Roxeler Pfarrheim gezeigt werden sollen. Künstler und Gemeinde verfolgen damit besondere Anliegen.

So soll die Foto-Präsentation die Autobahnkapelle wieder ein Stück weit ins Interesse der münsterischen Öffentlichkeit rücken.

Außerdem soll sie eine Hommage an den 2014 verstorbenen Nienberger Künstler Hubert Teschlade sein, der die Kapelle bereits vor rund einem halben Jahrhundert entwarf.

„Wichtig ist mir, dass die Ausstellung auch als Wertschätzung des Engagements der ehrenamtlichen Helfer verstanden werden soll, die sich um den Erhalt und Betrieb der Kapelle bemühen“, betont der Mecklenbecker Foto-Künstler.

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Die Ausstellung „Ruhepause“ mit den im Format 30 mal 40 Zentimeter präsentierten Fotos wird am Sonntag um 12 Uhr im Pfarrzen­trum St. Pantaleon eröffnet. Pfarrer Norbert Schulze Raestrup wird dazu eine Einleitung geben.

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