Roxeler Kneipenvorlesung
Bilder aus einem bitterarmen Land

Münster-Roxel -

Nach Eritrea ging es bei der jüngsten Auflage der Roxeler Kneipenvorlesungen: Die Medizinerin Uta Dirksen berichtete den Zuhörern von ihren Aufenthalten in dem afrikanischen Land.

Freitag, 17.02.2017, 19:02 Uhr

Paul Ottmann vom Heimat- und Kulturkreis freute sich, Uta Dirksen als Referentin begrüßen zu dürfen.
Paul Ottmann vom Heimat- und Kulturkreis freute sich, Uta Dirksen als Referentin begrüßen zu dürfen. Foto: ann

Nach 14 Semestern sollte ein Studierender den Studienabschluss ins Auge fassen – außer er ist Student bei der Roxeler Kneipenvorlesung . Dr. Paul Ottmann vom Heimat- und Kulturkreis (HKK) freute sich über weitere „Studienverlängerungen“ sowie „Neueinschreibungen“ auch im siebten Jahr der beliebten Vortragsreihe. Die erste Vorlesung im neuen Semester eröffnete Prof. Dr. Uta Dirksen . Zum zweiten Mal stand damit eine Frau am Pult.

Die Roxelerin, Mutter vierer erwachsener Kinder und begeisterte Marathonläuferin, lehrt als Kinderkrebsärztin an der WWU und engagiert sich seit fünf Jahren bei Archemed , einem Verein, der sich um medizinisch-humanitäre Hilfe in Afrika kümmert. Die Dozentin brachte den Zuhörern „Die Kinder von Eritrea “ nahe sowie ein wenig Geschichte und bildliche Eindrücke von dem bitterarmen Land, in dem sie groß werden.

Auch wenn die Fotos fröhliche Kinder zeigten, dürfe dieser Eindruck nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Perspektiven für ihr späteres Leben äußerst bescheiden seien, betonte Dirksen. Unter dem starren Regime gebe es Zensur, Folter und Todesstrafe. In den geringen Möglichkeiten für gute Schulbildung im staatlich reglementierten Ausbildungssystem, das wenig Raum für Eigeninitiative lässt, und im maroden Gesundheitssystem (fünf Ärzte auf 100 000 Einwohner) erkennt Dirksen Gründe für die dortige Massenflucht.

Archemed fördert eine Vielzahl von medizinischen Projekten. Jeweils zwei Wochen leisten Teams von Chirurgen, Neatologen und daneben auch Handwerker (Solaranlagen, Wasserleitungen) ehrenamtlichen Dienst im Krankenhaus in der Hauptstadt Asmara.

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