Bushaltestellen in Münsters Westen
Wo man schnell nasse Füße bekommt

Münster-West -

Die CDU im Stadtbezirk West macht sich dafür stark, an unbefestigten und ungeschützten Bushaltestellen nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt in die Bezirksvertretung eingebracht.

Mittwoch, 01.03.2017, 20:03 Uhr

Auch im Stadtbezirk Münster-West gibt es etliche Bushaltestellen, wie hier „Am Rohrbusch“ in Roxel, die weder mit einem Wartehäuschen ausgestattet noch durchgehend gepflastert sind.
Auch im Stadtbezirk Münster-West gibt es etliche Bushaltestellen, wie hier „Am Rohrbusch“ in Roxel, die weder mit einem Wartehäuschen ausgestattet noch durchgehend gepflastert sind. Foto: sch

So mancher, der schon mal an einer unbefestigten, beziehungsweise ungeschützten Haltestelle bei Wind und Wetter auf den Bus warten musste, wird ein Lied davon singen können: Überall dort, wo es keinen Unterstand und keinen festen Untergrund gibt, bekommt man ganz schnell mal nasse Füße. Das hat die CDU in der Bezirksvertretung West nun offenbar dazu veranlasst, einen Antrag auf den Weg zu bringen: Die Stadtverwaltung soll prüfen, wo und wie „eine Verbesserung der Platzsituation an unbefestigten Bushaltestellen ohne Unterstand herbeigeführt werden kann“.

Den Christdemokraten sind als Bushaltestellen mit Optimierungsbedarf unter anderem die Haltestellen „Am Rohrbusch“ und „Havixbecker Straße / Hohenholter Straße“ in Roxel sowie „Altenroxeler Straße“ in Mecklenbeck aufgefallen. Teilweise sei der Haltestellenbereich dort ungepflastert oder nur Teil des Grünstreifens am Fahrbahnrand. Solche Umstände erschwerten älteren Mitbürgern mit Rollatoren, aber auch Eltern mit Kinderwagen das Einsteigen erheblich, meinen die CDU-Politiker.

Bushaltestellen ohne schützenden Unterstand gibt es im Stadtgebiet derzeit noch jede Menge. Laut Florian Adler, Pressesprecher der Stadtwerke, werden in Münster aktuell 1157 Haltestellen angefahren. Haltestellen, an denen die Busse in beide Richtungen fahren, zählen dabei doppelt. 659 der Haltestellen – also mehr als die Hälfte – verfügen über einen Unterstand, sprich ein Wartehäuschen. Der Rest hat keinen Wind- und Wetterschutz und mitunter auch keine Befestigung.

Beim Amt für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung kümmert sich Grit Hecht um die münsterischen Bushaltestellen. Bei ihr gibt es sogar eine „Wartehallenliste“. Auf dieser wird notiert, an welchen Haltestellen sich Bürger, Politik und Stadtwerke schützende Unterstände wünschen. Etwa zehn seien derzeit noch offen, sagt sie. Erst kürzlich habe man am Stellmacherweg in Roxel eine Bushaltestelle mit einem Wartehäuschen ausgestattet.

Wo und wann an den Haltestellen etwas getan wird, das entscheidet sich nicht nach Gutdünken. Dafür gebe es Programme, und natürlich orientiere man sich auch an den Einstiegszahlen, erläutert die Fachfrau. Erstrebenswert sei, dass Bushaltestellen befestigt, möglichst mit Unterständen ausgestattet und auch barrierefrei seien. Letzteres liege Stadt und Politik besonders am Herzen. Allerdings könnten pro Jahr nur etwa 20 Standorte abgearbeitet werden. Etwa zehn weitere würden ergänzend dazu noch im Rahmen von Straßenbaumaßnahmen in Angriff genommen.

Cirka 500 der münsterischen Bushaltestellen seien bereits barrierefrei. Die Stadt versuche, die Umgestaltung sukzessive voranzubringen. Allerdings seien die damit verbundenen Kosten, die je nach Örtlichkeit zwischen 20 000 und 60 000 Euro schwankten und im Schnitt bei 30 000 Euro lägen, nicht von Pappe. Im Hinblick auf die von der CDU im Stadtbezirk West ins Visier genommenen Bushaltestellen verspricht Grit Hecht: „Wir werden uns das zusammen mit dem Tiefbauamt anschauen und gucken, welche Perspektiven es gibt.“

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