Ausflug nach Madagaskar
Wo Bananen schnell tierische Freunde bescheren

Münster-Roxel -

Auf eine Reise nach Madagaskar ging es bei der jüngsten Ausgabe der Roxeler Foto- und Filmreportagen. Wilfried Golaschewski berichtete auf Einladung des Heimat- und Kulturkreises von einem Trip auf die viertgrößte Insel der Welt.

Freitag, 03.03.2017, 19:03 Uhr

W olfgang Schürmann (l.) und Paul Ottmann (r.) vom Roxeler Heimat- und Kulturkreis begrüßten Wilfried Golaschewski, der über seine Reise nach Madagaskar berichtete.
W olfgang Schürmann (l.) und Paul Ottmann (r.) vom Roxeler Heimat- und Kulturkreis begrüßten Wilfried Golaschewski, der über seine Reise nach Madagaskar berichtete. Foto: sn

„Wenn sie Bananen mithaben, sind sie der King“, meinte Wilfried Golaschewski vor dem Roxeler Heimat- und Kulturkreis. Klar, denn die mögen die Halbaffen auf Madagaskar , und der Reisende erfreute sich an der Zutraulichkeit der Tiere, die sich diese leckere Mahlzeit nicht entgehen lassen wollten. 2014 zog es Golaschewski auf die viertgrößte Insel der Welt.

1800 Fotos habe er gemacht, erzählte er am Donnerstagabend in der Gaststätte Brintrup. Eine Auswahl davon sowie auch viele Videosequenzen zeigte er nun den interessierten Roxelern. Schon mit 18 Jahren habe er für Madagaskar geschwärmt, mit seiner Reise habe er sich einen Jugendtraum erfüllt, so Golaschewski.

Da nimmt man natürlich auch erschwerte Bedingungen in Kauf: 50 000 Kilometer Straßen gebe es dort, aber nur 5000 seien asphaltiert. Bald schon der erste Unfall, ein Auto fährt ihm hinten drauf. Machte nichts, es ging weiter. Die Belohnung: „Eine Welt für sich“ erschloss sich dem Roxeler. Eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt konnte er erleben. Diese Vielfalt hat erdgeschichtliche Ursachen. Schon sehr lange ist Madagaskar vom afrikanischen Festland getrennt. Eine ganz eigene Flora und Fauna konnte sich so entwickeln.

Allein 100 verschiedene Lemuren gebe es, so Golaschewski. Kattas, Indris und Sifakas sind die Bezeichnungen für diese Halbaffen-Arten. Die würden manchmal zehn Meter weit von einem Baum zum anderen springen. Die Sifakas können auch auf den Boden kommen. Nicht zuletzt, um Leckerlis von den Reisenden zu erhaschen. Von Angesicht zu Angesicht sozusagen.

Hautnahes Tiererleben, das gibt es in Madagaskar frei Haus. Und unzählige Kilometer Traumstrände. Dazu selbstverständliche Gastfreundlichkeit der Einheimischen. „Es gibt dort noch eine Menge zu sehen“, sagte Golaschewski, für den Reisen eine Profession ist, denn er ist zugleich Inhaber des Roxeler Reisebüros. Als nächstes soll es nach Malaysia gehen.

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