Listen liegen im Roxeler Bürgerbüro aus
Abi-Streit: Bislang nur wenig Interesse

Münster-Roxel -

Die Stadt Münster beteiligt sich wie alle Kommunen in NRW an der Abstimmung über die Abschaffung des Turbo-Abiturs. Wer für die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit bis zum Reifezeugnis votieren will, kann dies bis zum 7. Juni auch in der Roxeler Bezirksverwaltung tun.

Dienstag, 07.03.2017, 20:03 Uhr

Im Roxeler Bürgerbüro liegen die Listen der G 9-Initiative aus. Wer sich eintragen will, der kann dies auch an einigen Sonntagen tun.
Im Roxeler Bürgerbüro liegen die Listen der G 9-Initiative aus. Wer sich eintragen will, der kann dies auch an einigen Sonntagen tun. Foto: di

Das „Turbo-Abitur“ hat seit seiner Einführung immer wieder die Gemüter erhitzt. Nun soll es nicht nur bei einer Debatte bleiben, sondern Eltern die Wahlfreiheit gegeben werden, ob ihr Kind das Abitur nach neun oder acht Jahren auf dem Gymnasium ablegt. Eine solche Schule müsste dann „in Wohnortnähe“ angeboten werden. Dieses Ziel verfolgt die Initiative „G 9 jetzt“. Erreicht werden soll es über ein Volksbegehren. Wer sich daran beteiligen möchte, muss nicht in die münsterische Innenstadt fahren, sondern kann dies auch in Roxel tun.

Seit dem 2. Februar liegen im Bürgerbüro am Pantaleonplatz Listen aus, in denen sich Unterstützer eintragen können. Dass die verkürzte Zeit bis zum Reifezeugnis Auswirkungen auf das Pensum, die Stundenzahl und den Freiraum für Sport, Hobbys und Ehrenamt von Schülern hat, ist unstrittig. Doch gibt es auch Gründe, den eingeschlagenen G 8-Weg nicht wieder zu verlassen.

Das Bürgerbüro der Roxeler Bezirksverwaltung ist laut Leiterin Stefanie Remmers die einzige Anlaufstelle in den Stadtbezirken für das Volksbegehren. Allein im Stadthaus in der Innenstadt können Unterstützer sich auch noch in die Listen eintragen.

Das Volksbegehren benötigt für einen Erfolg in Nordrhein-Westfalen etwas über eine Million Unterschriften von deutschen Staatsbürgern über 18 Jahren. Wer sich in die Unterstützerliste eintragen will, dessen Identität wird im Bürgerbüro überprüft: Die Mitarbeiter schauen nach, ob sich der betreffende Name im Wählerverzeichnis findet, das auch für die Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahl gilt.

Die Resonanz ist eher bescheiden. Bislang sollen sich nur gut 600 Bürger stadtweit in die Listen des Volksbegehrens eingetragen haben. Dies ist im Roxeler Bürgerbüro, so Stefanie Remmers, übrigens auch sonntags möglich: am 26. März, 30. April und 28. Mai jeweils von 10 bis 16 Uhr. Beim ersten Termin am 19. Februar fanden nur neun Unterzeichner den Weg ins Verwaltungsgebäude am Pantaleonplatz. Allerdings ist noch bis zum 7. Juni Zeit, eine Unterschrift zu leisten.  

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