Kontroverse Diskussion
Reithalle wird zum Zankapfel

Münster-Roxel -

Hoch her ging es bei der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins in Roxel. Es wurde über eine neue Reithalle gesprochen – und am Ende auch eine Lösung gefunden.

Mittwoch, 05.04.2017, 19:04 Uhr

Der erste Vorsitzende des Vereins, Christian Gäher, präsentierte den Favoriten unter den Planungsvorschlägen für die neue Reithalle.
Der erste Vorsitzende des Vereins, Christian Gäher, präsentierte den Favoriten unter den Planungsvorschlägen für die neue Reithalle. Foto: apr

Die Entscheidung über ein zukunftsweisendes Großprojekt stand bevor: die Vergrößerung des Reitbetriebes des Reit-und Fahrvereins in Roxel . Die Reiter stiegen jetzt in der Gaststätte Brintrup in die konkrete Planung des schon seit 2016 angedachten Umbaus ein.

Geprägt von einem Meinungsaustausch – von neutral bis hin zu emotional und hitzig – diskutierte das Plenum bei der Jahreshauptversammlung drei Optionen: Erstens den Umbau der bestehenden Reithalle . Zweitens einen Hallenneubau auf vereinseigenem oder drittens eine neue Halle auf zu pachtendem Gelände.

Der Fokus lag dabei auf Fragen der Standortwahl, der Finanzierung und der Erfüllung baurechtlicher Vorgaben wie etwa Brandschutzmaßnahmen und Weideflächennutzung.

Der Favorit des Vorstands fand letztendlich auch unter den Mitgliedern eine Mehrheit: Eine zweite Reithalle soll auf dem Abreiteplatz „Springen“ errichtet werden. Neben 18 neuen Boxen und breiter Stallgasse sollen zusätzlich auch die alten Stallungen umgebaut und modernisiert werden.

Trotz langer, hitziger Diskussion war das Ergebnis am Ende relativ eindeutig. Der Vorschlag eines Hallenneubaus auf eigenem Gelände bekam 54 Ja-Stimmen und fünf Nein-Stimmen. Zehn Mitglieder enthielten sich.

Aus Reitersicht und auch im Hinblick auf die Finanzierung sei die gewählte Lösung optimal, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Christian Gäher. Auch unterstrich er einen weiteren Vorteil der Option: „So bleibt der eigene Eindruck unseres Geländes mit dem tollen Blick auf die Außenanlage erhalten.“

Ein Hallenanbau am bisherigen Hauptgebäude beurteilte der Vorsitzende als „eine Herkulesaufgabe, die viel logistische Planung verlangt“. Mit einem Neubau könne man „eine Operation am offenen Herzen“ vermeiden. Der laufende Betrieb am Bestandsgebäude werde nicht gestört.

Mit Hinblick auf die Vorbereitung der kommenden Reit- und Fahrturniere im Sommer kündigte Vorstandsmitglied Christian Lienesch zwei organisatorische Neuerungen der Arbeitsverteilung an: Eine Erfassung der individuellen Arbeitseinsätze aller Mitglieder sowie die Einführung von kleinen Teams, die Turniere effizienter vorbereiten und begleiten sollen. Dies ziele darauf ab, die „Bindung zwischen den Mitgliedern zu stärken“. Zudem werde dadurch die Kommunikation untereinander optimiert. Das alles trage zu einer „gerechteren Arbeitsverteilung bei“, erläuterte Lienesch den Mitgliedern. Bei den Vorstandswahlen gab es keine großen Veränderungen. Ralf Zölzer und Beate Brintrup wurden einstimmig zu neuen Beisitzern gewählt und lösten damit Reinhard Bücker und Josef Everding ab.

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