St.-Pantaleon-Bruderschaft
Auch die 70-Jährigen sollen zahlen

Münster-Roxel -

Die Roxeler Pantaleon-Schützen brauchen mehr Geld, um ihre Bruderschaft ohne Schulden über die Runden bringen zu können. Deshalb regt der Vorstand an, den Mitgliedsbeitrag zu erhöhen und auch die Senioren zur Kasse zu bitten.

Sonntag, 23.04.2017, 19:04 Uhr

Der Vorstand der St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft denkt über Beitragserhöhungen nach, um die Kosten des Vereins auch langfristig zu decken (v.l.): Rainer Bonato (erster Vorsitzender), Karl Isfort, (Vize-Vorsitzender), Gregor Herzkamp (Kassierer), Marcus Hewing (Oberst) und Philipp Grawemeyer (Schriftführer).
Der Vorstand der St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft denkt über Beitragserhöhungen nach, um die Kosten des Vereins auch langfristig zu decken (v.l.): Rainer Bonato (erster Vorsitzender), Karl Isfort, (Vize-Vorsitzender), Gregor Herzkamp (Kassierer), Marcus Hewing (Oberst) und Philipp Grawemeyer (Schriftführer). Foto: sn

„Es kann nicht sein, dass wir von der Hand in den Mund leben“, meinte Rainer Bonato , erster Vorsitzender der St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft, bei der Frühjahrsversamlung in der Gaststätte Kortmann . Es ging um die Finanzen, und die bereiten den Schützen arge Sorgen.

„Der Vorstand hat sich Gedanken gemacht“, so Bonato. Ergebnis: Es soll eine Beitragserhöhung von 25 auf 35 Euro geben, und auch die über 70-Jährigen sollen zukünftig für ihre Mitgliedschaft bezahlen.

Genau 14 500 Euro bräuchte es, um die Schützenbruderschaft „in Ruhe durch das Jahr zu führen“, meinte Bonato. Doch Kassierer Gregor Herzkamp musste gleichzeitig ein geringes, dreistelliges Minus verkünden. Woran es hakt, das zeigte eine Einnahmen-Kalkulation, die an die Mitglieder gereicht wurde.

Demnach bringen derzeit 488 zahlende Schützen einen Gesamtbetrag von 12 200 Euro auf. Das ist zu wenig. Ganze 148 Mitglieder sind beitragsfrei, da sie über 70 Jahre alt sind. Hier wäre ein Potenzial von 3700 Euro vorhanden, mit ihm wäre die Schützenbruderschaft wieder im Plus.

Kopfzerbrechen machen den Vorsitzenden die „schleichenden Kosten“, wie er betonte. So schlägt etwa die unvorhergesehen notwendig gewordenen gutachterliche Abnahme des Vogelstangen-Motors mit 400 Euro zu Buche. Eine gemietete, mobile Vogelstange an einem Standort wie dem Schwimmbad-Parkplatz wäre zwar billiger, aber die Schützenbruderschaft möchte beim alten Standort an der Hohenholter Straße bleiben. Auch wenn dort gerade die Wühlmäuse hausen: Die Wiese müsse deshalb noch eigens hergerichtet werden, so Bonato. Auch das ist nicht umsonst.

„Man kann ein Schützenfest auch kaputtsparen“, meinte Präses Dr. Christian Schmitt, der sich für die Beitragserhöhungen aussprach. Allerdings sollten diese moderater ausfallen, hieß es aus den Mitgliederreihen. „30 Euro“, sei ein guter Betrag.

„Macht Euch bis zur Herbstversammlung Gedanken“, gab Rainer Bonato den Schützen mit auf den Weg. Eigentlich ist doch alles ganz simpel: „Einfach zahlen und fertig!“, meinte ein Schütze. Das taten dann auch alle – für einen guten Zweck: 317 Euro kamen für die Kinderheilstätte Nordkirchen zusammen. Vereinswirt Christian Kortmann erhöhte den Betrag auf 400 Euro.

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