Flüchtlingsunterkunft Havixbecker Straße
Erstbezug am 30. April

Münster-Roxel -

Die Verantwortlichen stehen in den „Startlöchern“: Die an der Havixbecker Straße neu errichtete Flüchtlingsunterkunft ist bezugsfertig. Erste Bewohner werden in Kürze einziehen. Vier Familien werden erwartet.

Dienstag, 25.04.2017, 19:04 Uhr

Heißen die Bewohner der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Havixbecker Straße willkommen (v.l.): Thomas Conrady, Niklas Beck, Gitta Kock, Thomas Schulze auf‘m Hofe und Stephan Brinktrine.
Heißen die Bewohner der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Havixbecker Straße willkommen (v.l.): Thomas Conrady, Niklas Beck, Gitta Kock, Thomas Schulze auf‘m Hofe und Stephan Brinktrine. Foto: ann

„Ab Mittwoch zieht hier Leben ein!“, erklärte Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine bei der offiziellen Übergabe der neu errichteten Flüchtlingsunterkunft an der Havixbecker Straße . Ab dem 30. April werden dort die ersten Bewohner einziehen. Erwartet werden zunächst vier Familien mit insgesamt sieben Kindern.

„Das sind geübte Münsteraner“, erklärte Brinktrine. „Sie leben alle schon länger in Münster . Vom Busfahrplan bis zur Mülltrennung ist ihnen der Alltag bereits vertraut. Das kennen sie schon aus anderen Einrichtungen.“

Rund 700 Unterbringungsplätze sollen nach Aussage von Thomas Schulze auf‘m Hofe vom Sozialamt der Stadt Münster im Stadtgebiet abgebaut werden. Da es seit Februar 2016 keine neuen Zuweisungen mehr gegeben habe, könne die Einrichtung an der Münzstraße geschlossen werden. Die „Engländer-Häuser“ im Bereich der Von-Esmarch-Straße, die von der Bima ( Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ) dem Sozialamt zinsfrei überlassen worden waren, gingen jetzt in die Vermarktung, weil aktuell in diesem Ausmaß kein Bedarf mehr für Flüchtlinge bestehe.

Die verbleibenden Bewohner werden auf vorhandene Einrichtungen verteilt. Wer dort demnächst einziehen wird, hat in aller Regel bereits einen Aufenthaltstitel, also das Bleiberecht. Dementsprechend sieht auch Britta Drude, Vorsitzende der Roxeler Flüchtlingshilfe, dass sich die Aufgaben geändert haben: „Jetzt beginnt der Alltag. Jetzt geht es nicht mehr um freundliche Aktionen und Willkommensgesten, jetzt müssen konkrete Probleme bewältigt werden.“

Unterstützung bei der Arbeitsuche, da Sprachbarrieren überwunden werden müssten, und Hilfe bei der Wohnungssuche, da es nur wenige teure Angebote gebe, das seien jetzt konkrete Probleme, für die man Lösungen finden müsse.

Ehrenamtlicher Einsatz, das betonten der Bezirksbürgermeister und die Vorsitzende der Flüchtlingshilfe gleichermaßen, sei dabei nach wie vor sehr gefragt. Ein guter „Umschlagplatz“ für Sorgen und Nöte sowie die gewünschte Unterstützung sei das „Internationale Café“ in den Räumen der alten Amtsverwaltung. Nächster Termin ist der 6. Mai.

Gitta Kock ist die Leiterin der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Havixbecker Straße, die mit einer vollen Stelle ihr Amt antreten wird. Sie hat bereits mehrjährige Erfahrung am Flüchtlingsheim Muckermannweg gesammelt. Ihr zur Seite stand dort, wie auch jetzt Thomas Conrady, der als Architekt und Tischler jede Menge handwerkliches Geschick mitbringt und bei technischen Problemen Abhilfe schaffen kann. Als Freiwilliger wird der Abiturient Niklas Beck vom Bundesfreiwilligendienst das Team komplettieren. Er freut sich auf die anstehenden Aufgaben, zumal er sich einen Beruf im sozialen Bereich gut vorstellen kann.

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