Schulwegsicherung in Roxel
„Können nicht mehr länger warten“

Münster-Roxel -

Eltern und Schüler fordern „Tempo 30“ im Umfeld der Roxeler Marienschule. Ihrer Forderung verliehen sie jetzt mit einer morgendlichen Aktion Ausdruck. Möglichst bald soll etwas passieren, heißt es unisono.

Mittwoch, 07.06.2017, 19:06 Uhr

Mit ihren selbstgemalten Schildern stellten sich die Roxeler Grundschüler mit ihren Eltern am Straßenrand auf, um zur Schulwegsicherung „Tempo 30“ im Bereich der Marienschule einzufordern.
Mit ihren selbstgemalten Schildern stellten sich die Roxeler Grundschüler mit ihren Eltern am Straßenrand auf, um zur Schulwegsicherung „Tempo 30“ im Bereich der Marienschule einzufordern. Foto: sn

Etliche „Tempo 30“-Schilder hatten sie gemalt. Am Mittwochmorgen versammelten sich die Kinder und Eltern der Roxeler Marienschule rund um die Kreuzung Annette-von-Droste-Hülshoff-Straße/ Alter Gemeindeplatz und hielten die Schilder demonstrativ in die Höhe, damit auch jeder vorbeifahrende Autofahrer sie bemerken musste. „Wir können nicht mehr länger warten“, erklärte Doris Feldmann , die Schulpflegschaftsvorsitzende der Marienschule.

„Schon im Oktober 2014 standen wir hier“, erinnerte sich Feldmann. Bereits damals hatten während eines Ortstermins die Eltern der Marienschule Vertreter der Politik auf die dringend notwendige Schulwegsicherung hingewiesen. Mittlerweile konnten zwei Gefahrenpunkte beseitigt werden. Die Grünphase der Ampelanlage vor dem Mahnmal wurde verlängert, und auch die Anforderungszeit der Fußgängerampel vor der Eisdiele ist verkürzt worden. „Die Politik hat uns unterstützt“, sagte Feldmann.

„Ich kann verstehen, dass die Eltern Druck machen“, erklärte Ratsherr Philipp Hagemann ( SPD ): „Ich bin aus Solidarität hier.“ Seine christdemokratische Kollegin Angela Stähler begrüßte ebenfalls die Aktion und forderte verkehrspolitische Lösungen.

Nicht so gut sind die Elternvertreter auf die Verwaltung zu sprechen. Wie bereits berichtet, hat es ein Schreiben der städtischen Straßenverkehrsbehörde an Schulpflegschafts-Vize Thomas Roßbach gegeben, in dem es heißt, dass sich die Verwaltung aus Personalmangel zunächst mit Anträgen beschäftigen will, bei denen es um „unmittelbare Verkehrsgefährdungen“ gehe.

„Wenn hier erst etwas passieren muss, damit etwas geschieht, dann sind wir so weit wie vorher“, so Feldmann. Sie sieht sich durch die überregionale Politik bestätigt. Die Verkehrsministerkonferenz der Länder sehe in einem Beschluss vom April 2016 Tempolimits vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen auch ohne erhöhte Unfallzahlen vor. Und auch der Bundesrat habe im März 2017 beschlossen, dass „Tempo 30“ vor Schulen zur Regel wird.

Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine, der ebenfalls vor Ort war, geht indes davon aus, dass es in der Stadtverwaltung inzwischen ein Umdenken gibt: „Ich glaube, dass es jetzt zügig vorangeht“, meinte er: „Gut, dass diese Aktion heute stattgefunden hat.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4911260?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F4848254%2F4934847%2F
Das Angriffsspiel steht auf dem Stundenplan der Preußen
Die Abwehrleistung stimmte: Hier stemmen sich (v.l.) Niklas Heidemann, Ole Kittner, Nico Brandenburger, Simon Scherder und Keeper Max Schulze Niehues gemeinsam gegen den Löwen Herbert Paul.
Nachrichten-Ticker