Erdbeeren selber pflücken
Eimerweise süße Früchtchen

Münster-Roxel -

Auf dem Erdbeerfeld am Dingbängerweg ist jede Menge los. Mit Eimern und Körben im Gepäck suchen passionierte Hobbypflücker nach den leckersten und süßesten Früchten für Marmelade, Torte oder zum gleich Essen.

Freitag, 16.06.2017, 19:06 Uhr

Mit vollen Eimern machen sich (v.l.) Monika Dres mit Pia und Barbara König mit Felix, Hannah und Juli auf den Heimweg nach Nottuln.
Mit vollen Eimern machen sich (v.l.) Monika Dres mit Pia und Barbara König mit Felix, Hannah und Juli auf den Heimweg nach Nottuln. Foto: Christina Hustedt

Als Kuchen oder Marmelade, in der Bowle, zu Vanilleeis, im Salat oder einfach nur so – Erdbeeren sind vielseitig verwendbar und immer lecker. Kein Wunder, dass derzeit am Feld des Havixbecker Spargel- und Erdbeerbauern Ferdinand Lülf in Roxel ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Denn am Dingbängerweg können die süßen Sommerfrüchte nicht nur gekauft, sondern auch selber gepflückt werden.

Monika Dres und Barbara König sind dazu mit ihren Kindern eigens aus Nottuln gekommen. „Es gibt nicht viele Felder, auf denen man selber ernten kann“, sagt Monika Dres. Dabei sei es gerade für Kinder ein großer Spaß. Und die Ausbeute der fleißigen Erdbeerpflücker kann sich ebenfalls sehen lassen. Drei Eimer voll nehmen die beiden Familien mit nach Hause, für Marmelade und direkt zum Essen. Dass auch schon bei der „Arbeit“ die eine oder andere Frucht vernascht wurde, verraten die roten „Erdbeermünder“ der Kinder.

Allerdings sei das Naschen auf dem Feld vor dem Gang zur Waage auch ausdrücklich erlaubt, erklärt Helen Wildermann , zuständig für das Abwiegen und den Verkauf direkt am Erdbeerfeld. Ausnutzen würden das die Wenigsten, „allerdings hatte ich hier auch schon einmal ein Paar, das Schlagsahne mit aufs Feld genommen hat“, sagt Helen Wildermann schmunzelnd. Die meisten Kunden seien aber ehrlich und würden ihre komplette Ernte abwiegen lassen.

Dabei seien es nicht immer große Mengen. „Manche sammeln auch nur ein halbes Kilo und kommen regelmäßig wieder.“ Durchschnittlich verlassen die Selberpflücker das Feld mit zwei bis drei Kilo, was immerhin für zehn bis 15 Gläser Marmelade reicht, wie ein Kunde aus Erfahrung weiß. Dabei fällt die Preisersparnis gegenüber der fertig gepflückten Ware derzeit gar nicht besonders groß aus. Es muss also noch andere Gründe dafür geben, warum sich Jung und Alt ins Erdbeerfeld schlagen und den Rücken krumm machen auf der Suche nach den schönsten Exemplaren.

„Wir möchten unserem Sohn zeigen, wie und wo die Erdbeeren wachsen“, sagen Miriam und Michael Brüning. Sie sind mit ihrem drei Jahre alten Sohn Jonathan an den Dingbängerweg gekommen. Für Roman Buchholz hingegen ist es die freie Wahlmöglichkeit der Früchte. „Ich nehme genau die Erdbeeren mit, die ich gerade für meine Zwecke brauche, und frischer geht es nicht“, sagt er während er seinen Sechs-Kilo-Korb auf die Waage stellt. Dieses Mal soll das Obst zu Torte, Milchshakes und Buttermilch-Getränken verarbeitet werden. „Außerdem schmecken die Sorten von diesem Feld meinem 95-jährigen Vater besonders gut“, sagt Roman Buchholz.

Noch bis Ende Juni kann auf dem Erdbeerfeld am Dingbängerweg selber gepflückt werden. Dann endet die Erntezeit der beiden in Roxel angebauten Sorten.

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