Havixbecker Straße
Neue Verkehrszählung gefordert

Münster-Roxel -

Mehr Sicherheit an der Havixbecker Straße: Roxeler Eltern machen sich weiter für Querungshilfen stark. Sie sollen Kindern auf dem Weg zur Schule das Überqueren der stark befahrenen Verkehrsader erleichtern.

Montag, 29.01.2018, 20:01 Uhr

Blick auf die Havixbecker Straße: Während die Stadtverwaltung keinen zwingenden Handlungsbedarf für Querungshilfen sieht, machen sich viele Eltern und auch die Lokalpolitik für mehr Sicherheit auf der viel befahrenen Straße stark.
Blick auf die Havixbecker Straße: Während die Stadtverwaltung keinen zwingenden Handlungsbedarf für Querungshilfen sieht, machen sich viele Eltern und auch die Lokalpolitik für mehr Sicherheit auf der viel befahrenen Straße stark. Foto: sch

Geht es um das Thema „Mehr Sicherheit für Fußgänger an der Havixbecker Straße“, dann gibt es etliche Roxeler, die sich darüber ärgern, dass die Stadtverwaltung – wie berichtet – bislang nicht aktiv werden will. Trotz entsprechender Anträge der Lokalpolitik und trotz des Wunsches von Eltern und Schulpflegschaft der Mariengrundschule. Querungshilfen im innerörtlichen Teil der Straße – sprich Ampel, Zebrastreifen oder Fahrbahninsel – werden gefordert.

Zu denen, die kein Verständnis für die ablehnende Haltung der Verwaltung haben, zählt auch Tanja Horstmann . Die Roxelerin ist Anwohnern des Aloysia-Delsen-Wegs und Mutter zweier Kinder, die die vielbefahrene Havixbecker Straße auf dem Weg zur Marienschule tagtäglich queren müssen. Tanja Horstmann zweifelt die Aussagekraft der Verkehrszählung an, mit der die Stadtverwaltung ihre Ablehnung begründet.

Besagte eintägige Zählung – sie wurde morgens von 7 bis 9 Uhr sowie mittags von 12 bis 14 Uhr durchgeführt – habe bei einigen Anwohnern für „sarkastische Erheiterung“ gesorgt, sagt Tanja Horstmann. Die Erhebung sei an einem Tag durchgeführt worden, an dem es in Roxel nur wenig Verkehr gegeben habe. Darüber hinaus habe der gewählte Zeitraum „nicht den tatsächlichen Stoßzeiten und Verkehrsspitzen auf der Havixbecker Straße“ entsprochen.

Es sei nicht berücksichtigt worden, dass der Feierabendverkehr ab etwa 15.30 Uhr durch Roxel rolle und viele Pendler aus den Nachbargemeinden unterwegs seien. Zudem gingen die Schulkinder nicht allesamt geschlossen bis um 14 Uhr nach Hause: Über die Hälfte der insgesamt 403 Marienschüler besuche den Offenen Ganztag der Grundschule, die erst um 16 Uhr ihre Tore schließe. Es gebe auch Kinder, die um 15 Uhr auf dem Heimweg seien. „Die Verkehrszählung endete aber bereits um 14 Uhr“, bemängelt die besorgte Mutter.

Aus Tanja Horstmanns Sicht machen Querungshilfen an der Verkehrsader Havixbecker Straße auch im Hinblick auf Kita-Kinder, die mitunter erst um 16.30 Uhr aus den Einrichtungen kämen, sowie jugendliche und erwachsene Fußgänger und Radfahrer Sinn. Nachmittags würden im aktiven Stadtteil Roxel unter anderem auch Angebote des Sportvereins und der Musikschule genutzt.

„Man munkelt sogar, dass manche Kinder nachmittags Freunde besuchen oder eigenständig Läden ansteuern, um ihr Taschengeld umzusetzen. Demnach stößt ein Großteil unserer Kinder auf den Feierabendverkehr und hoffentlich nie dieser physisch auf eines unsere Kinder“, sagt Tanja Horstmann. Aus ihrer Sicht ist für die Suche nach geeigneten Querungshilfen an der Havixbecker Straße – so wie auch von lokalpolitischer Seite gefordert – eine neue Verkehrszählung notwendig: „Wenn Verkehrserhebung – dann bitte auch richtig!“

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