Freiwillige Feuerwehr Roxel
Großer Schritt zum Feuerwehrhaus

Münster-Roxel -

Der Roxeler Löschzug hat allen Grund zur Freude: Er soll an der Tilbecker Straße ein neues Domizil bekommen. Läuft alles nach Plan, dann soll das moderne Feuerwehrhaus im Jahr 2019 gebaut werden.

Dienstag, 17.04.2018, 19:04 Uhr

Auf diesem Feld soll das neue Feuerwehrhaus für den Roxeler Löschzug entstehen. Läuft alles rund, ist bereits im Jahr 2019 Baubeginn.
Auf diesem Feld soll das neue Feuerwehrhaus für den Roxeler Löschzug entstehen. Läuft alles rund, ist bereits im Jahr 2019 Baubeginn. Foto: kbö

Der Roxeler Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr bekommt eine neue Heimat: Voraussichtlich schon im kommenden Jahr könnten die Bagger auf der dafür vorgesehen Fläche an der Tilbecker Straße zwischen dem alten Sportplatz und dem Friedhof anrollen.

„Wir befinden uns diesbezüglich auf der Zielgeraden“, sagte jetzt Brandschutzdezernent Wolfgang Heuer auf Anfrage. „Ich werde alsbald die Vorlage mit dem Errichtungsbeschluss in den Beratungsgang der politischen Gremien geben.“

Ziel ist ein entsprechender Beschluss des Rates in dessen Sitzung am 4. Juli. Auf dieser Grundlage wird laut Heuer dann von der Verwaltung die Detailplanung durchgeführt: „Zu erwarten ist, dass diese im nächsten Jahr abgeschlossen werden kann, sodass 2019 der Baubeschluss durch den Rat als Schlussbaustein erfolgen kann. Danach folgt unmittelbar der Baubeginn.“

Nach ersten Schätzungen des zuständigen Dezernenten sind für das neue Roxeler Feuerwehrhaus (diese Bezeichnung ersetzt das frühere Gerätehaus) Baukosten in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe habe der Rat der Stadt Münster beschlossen, und sie sei seit Dezember 2017 auch im städtischen Haushalt verankert.

Bei dem Bau an der Tilbecker Straße fließen auch die Erfahrungswerte der jüngst verwirklichten neuen Feuerwehrhäuser in Kinderhaus und Handorf ein. „Aus Kostengründen sind wir bemüht, bei neuen Häusern so weit wie möglich standardisiert zu bauen.“ Doch trotz aller Parallelen müsse man auch beachten, dass jeder Löschzug individuelle Aufgaben zu erfüllen habe.

So ist dem Roxeler Löschzug auch der Versorgungszug zugeordnet, der bei Großeinsätzen ausrückt und für die Verpflegung der Rettungskräfte verantwortlich zeichnet. Nach Auskunft von Löschzugführer Christian Kortmann ist mittelfristig sogar geplant, einen neuen Versorgungs-Lkw anzuschaffen.

Bereits im Jahr 2012 gab es seitens der SPD und der CDU Anträge, einen Neubau des Feuerwehrhauses zu planen und dafür geeignete Standorte vorzuschlagen. Hintergrund war laut Wolfgang Heuer neben der nicht bedarfsgerechten Ausstattung und den nicht einzuhaltenden Unfallverhütungsvorschriften „grundsätzlich ein absolut unzureichender Gebäudezustand“.

Diskutiert wurde zunächst die Möglichkeit einer Sanierung im Bestand oder ein Neubau am aktuellen Standort. Diese Alternativen hatten aber einen entscheidenden Haken: In beiden Fällen waren die nötigen Anforderungen nicht zu erfüllen.

Blieb also der Neubau an einem anderen Standort. Laut Heuer spielte die Verwaltung zunächst mit dem Gedanken, ein neues Feuerwehrhaus am Ortsrand Roxels zu errichten. Doch in Anbetracht der strategischen Erfordernisse war dieser Standort ungeeignet: „Zur Abdeckung der einzuhaltenden Hilfsfristen – Eintreffen der Einsatzkräfte am Einsatzort acht Minuten nach Alarmierung – sind die Wege der Feuerwehrleute vom Arbeitsplatz oder von Zuhause zum Feuerwehrhaus und vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort möglichst kurz zu halten.“ Je dezentraler ein Feuerwehrhaus liege, umso länger seien insgesamt die Fahrzei­ten zum Erreichen des Einsatzortes.

Ein weiteres Kriterium, das ein Feuerwehrhaus erfüllen muss: In Katastrophenfällen ist eine Ausstattung zwingend, die es ermöglicht, dass das Haus den Bürgern als Anlaufstelle zur Verfügung steht.

Und noch eine Sache liegt dem Brandschutzdezernenten am Herzen: „Ein jetzt errichtetes Gebäude muss auch in 40 Jahren noch junge Menschen zur Mitarbeit in der Feuerwehr motivieren.“ Diese Kriterien erfülle der nun zu realisierende Standort.

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