Erdbeeren selber pflücken
Familienerlebnis in der Natur

Münster-Roxel -

Auf den Erdbeerfeldern im Raum Münster ist wieder allerhand los. Die Saison läuft auf Hochtouren: Auch auf dem Feld in Roxel decken sie Jung und Alt mit den leckeren roten Früchten ein.

Mittwoch, 06.06.2018, 20:00 Uhr

Pflückvergnügen für Jung und Alt: Tanja Ahrens versorgte sich zusammen mit Ihren Kindern Julian und Sophie auf dem Feld am Dingbängerweg mit frischen Erdbeeren.
Pflückvergnügen für Jung und Alt: Tanja Ahrens versorgte sich zusammen mit Ihren Kindern Julian und Sophie auf dem Feld am Dingbängerweg mit frischen Erdbeeren. Foto: sn

Prall, rot und saftig – die Erdbeeren sind reif. Und viele wollen sie jetzt pflücken, eigenhändig und unter freiem Himmel. Das geht auf dem Erdbeerfeld am Dingbängerweg, das dem Havixbecker Landwirt Ferdinand Lülf gehört. „Das hier ist ein Familienerlebnis“, sagt Tanja Ahrens.

Die Mutter ist mit ihren Kindern Sophie und Julian dort. Ihre Tochter weiß genau, was das Tolle am Erdbeerpflücken ist: „Es macht einfach Spaß!“ 3,9 Kilogramm pflückt die Familie an diesem Tag. Nach einer halben Stunde geht es an die Kasse. Dort bedienen Chiara Schreckenberg und Antonia Gierschner . Alle möglichen Leute kämen hier zum Pflücken, sagen die Beiden. Familien mit Kindern vor allem, Alt und Jung und manchmal ganze Gruppen.

Gerade wieder steht eine lange Schlange vor dem kleinen Häuschen mit einer Riesen-Erdbeere obendrauf. Die Behälter nehmen die begeisterten Amateur-Pflücker in der Regel von zu Hause mit. Chiara Schreckenberg gibt Tipps, wo es auf dem Feld derzeit die meisten Früchte gibt, etwas hinein in den Erdbeeracker nämlich. Familien mit Kinderwagen geben die beiden dagegen den Hinweis, weiter vorne zu pflücken. Alles soll sich gut verteilen. Bis zum Horizont sieht man die Fans der roten Beere bei der Arbeit.

„Uns schmecken die Erdbeeren selber auch gut“, sagt Antonia Gierschner. Sie war auch im vergangenen Jahr schon hier: „Das ist ein toller Job.“ Gerne mag sie die Beeren als Marmelade verarbeitet. Ihre Kollegin sagt: „Man kann sie auch pürieren zur Erdbeermilch.“

Warum tummeln sich die Leute hier, warum nicht im Supermarkt? „Hier ist es frischer“, meint ein Mädchen, das gerade mit einem Korb voller Erdbeeren vom Feld wiederkommt. Tanja Ahrens meint: „Die Erdbeeren hier schmecken besser als im Geschäft.“ Und vielen macht das Pflücken selbst einfach eine unbändige Freude. Erdbeerduft liegt in der Luft. Manche wissen nicht, wie sie die vielen Körbe tragen sollen. „Nicht unter die Achseln, die Erdbeeren zerquetschen doch“, warnt eine Mutter ihre Tochter.

Es gebe Stammgäste, die immer wieder kämen, so Antonia Gierschner. Sie sind fast täglich da, um immer wieder für frischen Nachschub zu sorgen. Auf dem Feld wird alles gegeben. Beim Abwiegen kommt dann die Stunde der Wahrheit. Das Gewicht des mitgebrachten Korbes wird abgezogen. Der Rest ist zu 100 Prozent Erdbeere. Das Kilo kostet derzeit 3,80 Euro. Und wer nicht so hart arbeiten möchte, der kann auch einfach am Stand mit der Riesen-Erdbeere ein fertig gefülltes Körbchen kaufen.

„Die Leute kommen schübeweise“, sagt Chiara Schreckenberg. Gerade kommt eine etwa zehnköpfige Fahrradgruppe, die sofort auf das Feld geht. Andere kehren mit ihrer reichen Ernte schon zurück. So geht das jeden Tag. „Wir haben sieben Tage die Woche geöffnet“, sagt Besitzer Ferdinand Lülf. Und zwar jeweils von 8 bis 19 Uhr. Das Ganze geht bis etwa Ende Juni. Dann ist die Erdbeersaison vorbei, und die Vorfreude auf die nächste beginnt.

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