Katholische Pfarrei St. Liudger
Aus Wien zurück nach Münster

Münster-West -

Als neuer Geistlicher in Münsters Westen wird er das Seelsorge-Team der Pfarrei St. Liudger verstärken: Martin Sinnhuber ist aus Wien zurück.

Sonntag, 16.09.2018, 18:28 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 18:28 Uhr
Blickt seinen neuen Aufgaben in Münster entgegen: Pastor Martin Sinnhuber. Der Geistliche ist aus Wien zurückgekehrt, um das Seelsorger-Team der Pfarrei St. Liudger zu verstärken und ein missionarisches Projekt zu entwickeln.
Blickt seinen neuen Aufgaben in Münster entgegen: Pastor Martin Sinnhuber. Der Geistliche ist aus Wien zurückgekehrt, um das Seelsorger-Team der Pfarrei St. Liudger zu verstärken und ein missionarisches Projekt zu entwickeln. Foto: sch

„Für mich ist das ein Heimkommen. Ich habe mich gefreut“, sagt Martin Sinnhuber. Am Freitag vergangener Woche kehrte der Geistliche aus der österreichischen Hauptstadt Wien zurück. Drei Jahre lang war er dort tätig, um nun wieder in Münster zu sein. Als Pastor wird der 49-Jährige das Seelsorger-Team der Pfarrei St. Liudger verstärken. Willkommen geheißen wird er am morgigen Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst in der Roxeler Pfarrkirche St. Pantaleon.

Vielen Münsteranern dürfte Martin Sinnhuber bekannt sein: Bereits 20 Jahre seines Lebens hat er im Bistum Münster verbracht. In der Zeit von 2004 bis 2015 war er im Dekanat Mauritz engagiert. Zuerst als Pfarrer in Herz-Jesu, später als leitender Pfarrer der fusionierten Pfarrei St. Mauritz. Anschließend führte ihn der Weg nach Wien, wo er in der dortigen Innenstadtpfarre St. Florian maßgeblich an einem „citymissionarischen Projekt“ beteiligt war.

Davon dürfte Sinnhuber sicherlich auch bei seiner neuen Tätigkeit profitieren. 50 Prozent seiner Stelle wird der aus dem niedersächsischen Peine stammende Priester der Pfarrei St. Liudger widmen. Die anderen 50 Prozent wird er dazu nutzen, auch in Münster ein citymissionarisches Projekt aus der Taufe zu heben.

„Ich habe Lust, etwas Neues zu probieren“, unterstreicht das Mitglied der katholischen Gemeinschaft Emmanuel, die mit päpstlicher Anerkennung in 67 Ländern tätig ist. Es gehe in der heutigen Zeit darum, neue Ausdrucksformen von Kirche zu finden, ihr neben den klassischen pfarrlichen Angeboten weitere Formen der Präsenz zu erschließen. Kirche könne beispielsweise auch in einem Café oder einem Theater präsent sein. Das könne es manchem, der ihr weniger verbunden sei, erleichtern mit der Kirche in Kontakt zu kommen, einmal „anzudocken“, so Sinnhuber. Ein halbes bis ein dreiviertel Jahr werde die Entwicklung des missionarischen Projekts wohl in Anspruch nehmen, meint der Geistliche.

In seiner Freizeit liest der Priester gerne. Er spielt Gitarre und Schlagzeug, war Mitglied einer Band und komponiert eigene Songs – sowohl für den Gottesdienst als auch als weltlicher Liedermacher. Die Pfarrei St. Liudger wird ihn sicherlich schon bald bei einem Konzert zu hören bekommen. Obendrein sei er „sehr sportinteressiert“, jogge gerne, schwimme und spiele Badminton, so Sinnhuber.

In den kommenden Wochen will er nach und nach alle Einrichtungen der Großpfarrei im Westen Münsters und viele Menschen dort kennenlernen. Und natürlich müssen auch seine Arbeitsschwerpunkte in den drei Gemeinden abgestimmt werden.

Großen Wert legt Martin Sinnhuber auf die Aussage, dass er als seelsorglicher Mitarbeiter tätig sein wird, und nicht als leitender Pfarrer. Das gelte auch für seine Einführung im Rahmen des Gottesdienstes am morgigen Sonntag: „Ich komme als Pastor und werde als Pastor begrüßt.“

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