Neuer Geistlicher in St. Liudger
„In Roxel ist der Glaube sehr präsent“

Münster-West -

Mit einer feierlichen Messe in St. Pantaleon und einem Empfang im Roxeler Pfarrzentrum wurde Cyrus von Vught in der Pfarrei St. Liudger willkommen geheißen. Als neuer Pastor verstärkt der Niederländer das Seelsorger-Team.

Sonntag, 02.12.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 12:12 Uhr
Cyrus van Vught (M.) wurde in der St.-Liudger-Pfarrei herzlich aufgenommen. Freudig begrüßt wurde er beim Empfang (v.l.) unter anderem von Pfarrer Timo Weissenberg, Pfarrsekretärin Sylvia van Schelve, Pastoralreferentin Anne Bußmann und Pastor Martin Sinnhuber.
Cyrus van Vught (M.) wurde in der St.-Liudger-Pfarrei herzlich aufgenommen. Freudig begrüßt wurde er beim Empfang (v.l.) unter anderem von Pfarrer Timo Weissenberg, Pfarrsekretärin Sylvia van Schelve, Pastoralreferentin Anne Bußmann und Pastor Martin Sinnhuber. Foto: sn

„Es war am Anfang ein bisschen spannend“, sagte Cyrus van Vught, der neue Priester im Seelsorgeteam der St.-Liudger-Pfarrei. Gerade hatte er seine erste Messe in der St.-Pantaleon-Kirche gehalten. Das war für ihn und für die Pfarrei etwas ganz Besonderes. „Die Leute haben mich herzlich aufgenommen. Das war schön“, freute er sich beim anschließenden Empfang im St.-Pantaleon-Pfarrzentrum. Von Aufregung war da keine Spur mehr.

17 Jahre lang war er als Geistlicher in der Stadt Nimwegen tätig. „In Roxel ist der Glaube sehr präsent, in den Niederlanden ist das nicht mehr der Fall“, so van Vught. Als Mitglied der Gemeinschaft Emanuel hat er sich ganz bewusst für die St.-Liudger-Pfarrei entschieden. Bekanntlich gehörte schon Pfarrer Dr. Christian Schmitt dieser Glaubensgruppe innerhalb der katholischen Kirche an.

Was werden die Aufgaben von Cyrus van Vught innerhalb des Seelsorgeteams sein? Da sind zunächst die ganz regulären Dienste, die ein Priester wahrnimmt. Hochzeiten, Beerdigungen, Messen etwa. Zudem wird er die Erstkommunion in Albachten begleiten, wie Timo Weissenberg, leitender Pfarrer von St. Liudger, verriet.

Darüber hinaus sei geplant, dass van Vught eine Kita seelsorgerisch betreue. Welche das sei, stehe noch nicht fest. „Wir geben uns jetzt erst einmal Zeit, uns zu sortieren“, meinte Weissenberg. Angesichts von drei Weggängen aus dem Seelsorgeteam, habe man mit van Vught und Martin Sinnhuber schon zwei neue Geistliche in der Pfarrei. Auch für Bruder Marcus soll noch ein Nachfolger gefunden werden. Nun gelte es, das Seelsorgeteam zu festigen, danach könnten Aufgabenbereiche auch neu verteilt werden.

Cyrus van Vught kam auf jeden Fall gut an. „Er hat einen netten Eindruck gemacht“, sagte ein Roxeler. „Etwas Internationales hier, das gefällt mir“, so ein anderer. Grußworte gab es während der Messe von Beatrix Temlitz vom Kirchenvorstand und von Caroline von Ketteler für den Pfarreirat. Zeit für persönliche Gespräche gab es dann beim anschließenden Empfang.

Von van Vught heißt es, dass er schon als Teenager Priester werden wollte. Ein Mann, der für seinen Glauben lebt und von Roxel positiv angetan ist. Umringt wurde er schnell. In den Niederlanden ging es für ihn noch anonym zu: „Dort hat man mich nicht erkannt, wenn ich über die Straße ging.“

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