Evangelische Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell
Draheims Nachfolge ist gesichert

Münster-West -

Es geht nahtlos weiter: Mit Beginn des neuen Jahres werden die beiden Geistlichen Johannes Krause-Isermann und Dr. Christoph Nooke je zu einer halben Stelle die Nachfolge des scheidenden Pfarrers Stephan Draheim übernehmen.

Freitag, 14.12.2018, 20:00 Uhr
Soll in absehbarer Zeit einem Neubau weichen: die Roxeler Nicolaikirche.
Soll in absehbarer Zeit einem Neubau weichen: die Roxeler Nicolaikirche. Foto: sch

Nicht unerhebliche Veränderungen stehen den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell mit Beginn des neuen Jahres ins Haus: Pfarrer Stephan Draheim wird die Gemeinde verlassen. Außerdem werden sich die Protestanten in absehbarer Zeit von der angestammten Roxeler Nicolaikirche verabschieden müssen.

Im aktuellen Gemeindebrief weist das Presbyterium einmal mehr darauf hin, dass Pfarrer Draheim nach sechseinhalbjähriger Tätigkeit in der Kirchengemeinde zum 1. Januar die vierte Landeskirchenstelle des kirchlichen Dienstes bei der Polizei antreten wird. Fest steht mittlerweile, wie es nach dem Fortgang des Seelsorgers in personeller Hinsicht weitergehen wird: Mit Beginn des neuen Jahres werden der pensionierte münsterische Pfarrer Johannes Krause-Isermann und Dr. Christoph Nooke, Pfarrer in Ascheberg sowie Kirchenhistoriker an der Theologischen Fakultät in Münster, je zu einer halben Stelle Draheims Nachfolge übernehmen. Dies für einen Zeitraum von einem Jahr.

„Somit sind in unserer Gemeinde die Gottesdienste aus eigener Kraft gesichert“, verkündet das Presbyterium. Eine pastorale Grundversorgung sei gegeben. Die beiden Geistlichen sollen zusammen mit Gemeindediakon Dirk Reuken und Pfarrsekretärin Annette Giesen „ein überzeugendes, professionelles Team bilden“. Im Anschluss an die Zeit mit den beiden Pfarrern werde die Stelle in der evangelischen Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell „dauerhaft neu besetzt“.

Pfarrer Draheim sei es wichtig, so heißt es weiter, seinen Wechsel nicht als Fortgang aus der Gemeinde zu verstehen, sondern als eine in jeder Berufslaufbahn übliche und bei Pfarrern der evangelischen Landeskirche auch gebotene Hinwendung zu neuen Aufgaben. Draheim soll am 13. Januar bei einem Familiengottesdienst um 11 Uhr in der Nicolaikirche von Jung und Alt aus der Gemeinde verabschiedet werden.

Im Hinblick auf die sanierungsbedürftige und hohe Kosten verursachende Nicolaikirche ist nach Angaben des Presbyteriums vorgesehen, diese möglicherweise schon im kommenden Jahr abzureißen. Auf dem frei werdenden Grundstück an der Paul-Gerhardt-Straße soll der Nordwalder Investor Thomas Vennemann in Eigenregie einen modernen Neubau errichten. In diesem sollen sämtliche von der Gemeinde benötigten Räume sowie seniorengerechte Wohnungen angesiedelt werden. Das Grundstück wird dem Investor in Erbpacht überlassen.

Die von ihr beanspruchten Räume wird die Kirchengemeinde vom Investor anmieten und die Kosten dafür aus der ihr zufließenden Erbpacht bestreiten. „Damit ist die Finanzierung auf Dauer tragfähig“, erläutert das Presbyterium. Vorbehaltlich der noch nicht abschließend erteilten Genehmigung für das Vorhaben, könnte der Neubau unter Optimalbedingungen vielleicht schon im Jahr 2020 fertiggestellt werden. So hieß es – wie berichtet – zumindest bei der Gemeindeversammlung im September. Einen exakten Zeitplan für das Projekt gibt es bislang allerdings noch nicht.

Sicher ist indes, dass die Gemeinde demnächst einige Zeit lang nicht in Roxel zusammenkommen kann. Sie werde hauptsächlich im Albachtener Matthias-Claudius-Haus zusammenfinden müssen. Doch das sei eine Chance, meint das Presbyterium: die Chance „zum weiteren Zusammenwachsen der Gemeindeteile“.

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