Elfjährige Roxelerin kickt in der Westfalen-Auswahl
Ein Faible für den Fußballsport

Münster-Roxel -

Wenn es ums Fußballspielen geht, dann ist Charlotte Weinhold Feuer und Flamme: Die Nachwuchsspielerin des BSV Roxel nutzt fast jede freie Minute, um dem runden Leder nachzujagen.

Donnerstag, 10.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 17:40 Uhr
Ballgewandtes Geschwister-Duo: Die elfjährige Nachwuchskickerin Charlotte Weinhold und ihr Bruder Leo brennen für den Fußballsport. 
Ballgewandtes Geschwister-Duo: Die elfjährige Nachwuchskickerin Charlotte Weinhold und ihr Bruder Leo brennen für den Fußballsport.  Foto: ann

Charlotte Weinhold ist elf Jahre alt. Sie begeistert sich für Fußball, solange sie denken kann. „Ich habe fast jedes Heimspiel der Preußen gesehen“, erzählt die Gymnasiastin. „Ich war sogar schon im Preußenstadion, als ich noch im Bauch bei meiner Mama war!“ Da versteht es sich fast von selbst, dass natürlich auch die Eltern und ihr jüngerer Bruder Leo bekennende Fußballfans sind. Ein stabiles Fußballtor im Garten ist gewissermaßen ihr Markenzeichen.

Mit fünf Jahren wurde Charlotte in der Jugendabteilung des BSV angemeldet. Dort kickt sie immer noch, mittlerweile in der D 1-Jugend, wo ihr Papa Daniel Trainer ist. Aber mittlerweile spielt sie auch in der Westfalen-Auswahl des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW).

Bei einer Sichtung des FLVW, die in allen Vereinen Westfalens regelmäßig erfolgt, wurde Charlottes Talent erkannt. Ein Erfolg, der die ganze Familie in Hochstimmung versetzte. Nun wird sie zusammen mit den 28 besten Mädchen aus der Region regelmäßig gefördert, und zwar in der Sportschule Kamen-Kaiserau. Alle vier bis sechs Wochen fährt ihr Vater sie nach Kamen, wo sie an einem zirka zweistündigen Training teilnimmt, manchmal wird aber auch ein ganzes Wochenende dafür angesetzt.

„Wir bekommen rote Trikots, und zwei Trainer begrüßen uns. Ein Torwarttrainer und eine Physiotherapeutin sind auch dabei. Bei einem Freundschaftsspiel ist die Physiotherapeutin schon mal mit der großen Tasche auf den Platz gelaufen, um eine Spielerin zu versorgen“, erzählt sie beeindruckt. Ihr Kalender könnte mit Vereinstraining, Freundschaftsspielen und Vergleichswettkämpfen mit Mannschaften anderer Bundesländer komplett ausgefüllt sein, wenn nicht ihre Eltern das Programm maßvoll dosieren würden.

„Der Sport ist toll“, sagt ihr Vater, „aber für eine tragfähige berufliche Perspektive reicht es bei den allermeisten doch nicht. Der ganze Zauber kann auch mal ganz schnell vorbei sein. Deshalb darf die Schule nicht vernachlässigt werden.“ Darauf werde übrigens auch im Sportzentrum geachtet. „Die lassen sich Zeugnisse vorlegen und achten auch auf Fehlstunden, besonders auf unentschuldigte. Wenn es in der Schule nicht rund läuft, gibt es keine Zulassung für Wettkämpfe.“

Glücklicherweise gibt es bei Charlotte da keine Probleme. Und es bleibt auch noch genügend Zeit, um mit Bruder Leo zu spielen, der ihren sportlichen Werdegang bestaunt und sich manchmal fragt, ob er das wohl auch schaffen könnte. Allerdings ist bei den Jungen die Konkurrenz erheblich größer und das Spiel schneller und robuster.

Für ihr tollstes Fußballerlebnis musste Charlotte aber nicht trainieren. Das war im Gelsenkirchener Stadion bei einem Spiel von Schalke 04 gegen Borussia Mönchengladbach. Sie durfte zusammen mit dem Borussia-Abwehrspieler Oscar Wendt einlaufen – ein ganz großer Moment!

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