Hilfsangebot für ältere Menschen und Behinderte
Mit Technik selbstständig bleiben

Münster-Roxel -

Das in Roxel beheimatete TAT-Büro des Stifts Tilbeck bietet Beratungen und Tagungen an. Dabei geht es ums Thema „Technische Unterstützung für ein selbstständiges Leben“.

Montag, 14.01.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 18:00 Uhr
Beraten und koordinieren die technische Unterstützung für ein selbstständiges Leben: Die Mitarbeiter des Roxeler TAT-Büros (v.l.) Sandra Heunemann, Hanna Lütkemeier und Marcus Hopp.
Beraten und koordinieren die technische Unterstützung für ein selbstständiges Leben: Die Mitarbeiter des Roxeler TAT-Büros (v.l.) Sandra Heunemann, Hanna Lütkemeier und Marcus Hopp. Foto: ann

Es gibt für jedes Problem eine Lösung, meinen Sandra Heunemann, Hanna Lütkemeier und Marcus Hopp. Sie arbeiten im Projekt „Technische Assistenz Tilbeck“ (TAT) und wissen alles über digitale „Heinzelmänchen“, die das Leben vereinfachen können. Dabei haben sie besonders Menschen mit alters- oder krankheitsbedingten Funktionsbeeinträchtigungen im Blick.

Seit rund einem Jahr gibt es das TAT-Projekt des Stifts Tilbeck, das in Roxel ein Beratungsbüro unterhält, an das sich jedermann wenden kann. Es möchte von der ins Auge gefassten Zielgruppe noch besser wahrgenommen werden, denn es hat so einiges zu bieten.

Der klassische Notrufknopf am Handgelenk ist da vergleichsweise unspektakulär. Doch Hilfssysteme, die über den Atem oder über ein Geräusch gesteuert werden, können für bettlägerige Patienten oder Menschen mit Bewegungseinschränkungen hilfreich sein. Und Sprachausgabegeräte, in Fachkreisen „Talker“ genannt, eignen sich für Menschen, die nicht sprechen können, aber sich mit dieser Kommunikationshilfe schriftbasiert oder anhand von Piktogrammen dennoch mitteilen können.

Die TAT-Experten wissen, wie Technik helfen kann, in den eigenen Wänden selbstständig zu leben und alt zu werden. Ihr Wissen geben sie gerne weiter.

Der in jüngster Zeit bekannt gewordene Sprachassistent „Alexa“ beispielsweise kann unabhängig von personeller Hilfe das Alltagsmanagement unterstützen, kann an die Tabletteneinnahme erinnern, den Terminkalender verwalten oder die Kaffeemaschine in Gang setzen. „Pflegekräfte sollen damit keinesfalls ersetzt, sondern nur unterstützt werden, damit mehr Zeit für den Patienten bleibt“, betont Marcus Hopp. Der Wunsch, auch mit Einschränkungen möglichst lange eigenständig zu leben, könne mit der Hilfe moderner Technik oftmals verwirklicht werden.

Erfahren in der Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen berät das Roxeler TAT-Büro Ratsuchende nicht nur, sondern erarbeitet auch – ohne wirtschaftliches Interesse – individuelle Unterstützungsangebote und begleitet zudem Um- und Einbauten. Neben seiner Beratung bietet es auch kostenlose Fachtagungen zum Thema „Technische Unterstützung für ein selbstständiges Leben“ an. Diese finden jeweils um 14 Uhr am 25. Januar (Freitag) im Stift Tilbeck in Havixbeck und am 15. Februar (Freitag) in der Bezirksregierung am Domplatz statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Es werden Vorträge in einfacher Sprache geboten sowie die Möglichkeit, technische Produkte auszuprobieren.

Zum Thema

Das Roxeler TAT-Büro (Im Derdel 28 / 30) ist unter ' 02534 /  64 502 61 zu erreichen.

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