Mehr Sicherheit an der Havixbecker Straße
Absage am Ampel und Überweg

Münster-Roxel -

Die SPD möchte Fußgängern und Radfahrern ein gefahrloseres Überqueren der Havixbecker Straße ermöglichen. Doch dabei findet sie bei der Stadtverwaltung bislang kein Gehör.

Montag, 21.01.2019, 19:00 Uhr
Blick auf die Havixbecker Straße im Bereich der Einmündung Aloysia-Delsen-Weg: Die Stadtverwaltung lehnt es in Absprache mit der städtischen Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen ab, dort einen Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerampel anzusiedeln.
Blick auf die Havixbecker Straße im Bereich der Einmündung Aloysia-Delsen-Weg: Die Stadtverwaltung lehnt es in Absprache mit der städtischen Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen ab, dort einen Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerampel anzusiedeln. Foto: sch

Schon seit einigen Jahren setzt sich die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West für mehr Verkehrssicherheit an der Havixbecker Straße ein. Insbesondere Schulkindern aus den anliegenden Wohnquartieren soll dort ein gefahrloseres Überqueren der vielbefahrenden Ortsdurchgangsstraße ermöglicht werden. Doch das lehnt die Stadt laut einer aktuellen Verwaltungsstellungnahme zum wiederholten Male schlichtweg ab.

Mitte Januar vergangenen Jahres hatten die Sozialdemokraten die Stadtverwaltung – wie berichtet – erneut darum gebeten, „zu prüfen, mit welchen Maßnahmen die Sicherheit von querenden Fußgängern und Radfahrern auf der Havixbecker Straße im Bereich Roxel-Nord in Höhe der Einmündung Buschkamp, Aloysia-Delsen-Weg und der städtischen Flüchtlingsunterkunft verbessert werden kann“. Mit diesem Thema hat sich nach Verwaltungsangaben Ende September dann die städtische Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen (AfV) befasst. Es sei ausführlich über alle möglichen Vorschläge diskutiert worden.

Letztendlich sei die Gruppe zu dem Ergebnis gekommen, dass sich aus der Anzahl der festgestellten Straßenquerungen kein akuter Bedarf für eine Fußgängerampel ableiten lasse. Auch die Anlage eines Fußgängerüberwegs sei nicht zu rechtfertigen, heißt es in der Stellungnahme. Letzteres komme nach geltenden Vorschriften nur dann in Betracht, wenn „Fußgängerverkehr im Bereich einer Querungsstelle gebündelt auftritt“, die Straße dort werktags während der Spitzenstunden jeweils von mindestens 50 Fußgängern überquert werde und zudem von maximal 600 Kraftfahrzeugen frequentiert werde.

„Eine derartige Bündelung des Fußgängerverkehrs ist in diesem Bereich aktuell nicht festzustellen. Demnach ist, unabhängig von der Anzahl der Kraftfahrzeuge, die Anlage eines Fußgängerüberwegs rechtlich nicht möglich. Vielmehr bietet dieser, wenn er nicht über einen längeren Zeitraum von einer erheblichen Anzahl von Fußgängern genutzt wird, oftmals nur eine Scheinsicherheit“, erläutert die Verwaltung ihre Sicht der Dinge. Es fehle dann an der erforderlichen Akzeptanz durch die Kraftfahrer, und die erhoffte Schutzwirkung trete nicht im erforderlichen Umfang ein.

Darüber hinaus, so heißt es weiter, sei vor Ort festgestellt worden, dass Kinder aus den nördlichen Roxeler Wohngebieten die verkehrssichere Querungsmöglichkeit an der Ampelanlage Alter Gemeindeplatz /  Auf dem Dorn nutzten. Schulkinder aus den östlichen Wohngebieten wiederum machten von der Ampel an der Sparkassenfiliale Gebrauch, um die Havixbecker Straße verkehrssicher zu queren.

Weiterhin wird darauf verwiesen, dass im Ortskern im Bereich der Schulen und des Seniorenzentrums „Wohnen in Pastors Garten sowie der St.-Pantaleon-Kita bereits „Tempo 30“ eingeführt worden sei. Dies sei auch im Abschnitt der Havixbecker Straße zwischen der Pantaleonstraße und Alter Gemeindeplatz der Fall. Damit werde ein „Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet“ und auch auf den sensiblen Bereich des Schulwegs aufmerksam gemacht.

Die Arbeitsgruppe für Verkehrsfragen, so stellt die Stadtverwaltung abschließend deutlich heraus, sehe „nach der Gesamtbewertung der Verkehrssituation keine verkehrsrechtliche Notwendigkeit zur Veränderung der bestehenden Verkehrsregelungen oder des Ausbauzustands“ der Havixbecker Straße.

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