Reha-Sportgemeinschaft Roxel
„Die RSG darf nicht untergehen“

Münster-Roxel -

Die Roxeler Reha-Sportler wollen ihren Verein nicht aufgeben, deshalb soll er in absehbarer Zeit mit dem BSV Roxel verschmelzen und damit fortbestehen.

Mittwoch, 23.01.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 17:10 Uhr
Werden voraussichtlich bald unter einem Dach vereint sein: der Vorstand der Roxeler Reha-Sport-Gemeinschaft (vorne,v.l.): Heinz Hidding, Fritz Brockhues, Dieter Zimmermann, Gisela Winkler, Sabine Holtz, Karin Brockhues, Susanne Ackmann, Helmuth Rüschhoff-Nadermann sowie Thomas Freisfeld und Detlev Ströcker als Vertreter des BSV.
Werden voraussichtlich bald unter einem Dach vereint sein: der Vorstand der Roxeler Reha-Sport-Gemeinschaft (vorne,v.l.): Heinz Hidding, Fritz Brockhues, Dieter Zimmermann, Gisela Winkler, Sabine Holtz, Karin Brockhues, Susanne Ackmann, Helmuth Rüschhoff-Nadermann sowie Thomas Freisfeld und Detlev Ströcker als Vertreter des BSV. Foto: ann

„Dieser Verein findet keinen Vorstand? Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar“, wunderte sich Detlev Ströcker, Vorsitzender des BSV Roxel , bei der Jahreshauptversammlung der Roxeler Reha-Sport-Gemeinschaft (RSG), auch wenn er zugestand, dass es überall schwieriger geworden sei, ehrenamtliche Posten zu besetzen.

„Die Reha-Sportgemeinschaft ist ein lebendiger, vitaler Verein. Er offeriert ein vielseitiges Angebot, und die Teilnahme bei der Versammlung ist sehr gut“. Ströcker war voll des Lobes über den großen Roxeler Verein (259 Mitglieder), der sich ganz offensichtlich einer breiten Zustimmung seiner Mitglieder erfreut. Aber zum 31. Dezember 2019 werden alle Mitglieder vereinslos sein, denn wo kein Vorstand ist, existiert kein eingetragener Verein mehr. „Die RSG darf nicht untergehen“, sagte Ströcker und bot den BSV als Rettung an. In dem Mehrspartenverein könnten auch die Reha-Sportler ihren Platz finden, sie würden dann in den BSV wechseln.

Natürlich ist diese mögliche Fusion schon länger Gegenstand der Überlegungen in den Vorständen beider Vereine. Lediglich einige formale Hürden schienen noch zu bewältigen. Bei der Reha-Sport-Jahreshauptversammlung im Restaurant Brintrup war nun die Kernfrage: Was wollen die Mitglieder?

Der RSG-Vorsitzende Helmuth Rüschhoff-Nadermann machte seinen Vereinsmitstreitern ein verlockendes Angebot. Für ein weiteres Jahr – also für 2020 – garantiere der BSV die Aufrechterhaltung des RSG-Angebots samt aller Übungsleiter und Ärzte, übernehme alle Mitglieder zu den derzeitigen Konditionen und verfüge über das Restvermögen des Vereins. Erst nach einem Jahr, also frühestens 2021, könne Bilanz gezogen und gegebenenfalls – sofern sich die Auslastung geändert habe – eine neue Rechnung aufgemacht werden.

Das Angebot überzeugte die Anwesenden. Mit nur einer Enthaltung stimmten die 99 Stimmberechtigten für die Auflösung ihres Vereins. In den nächsten Monaten soll mit dem BSV-Vorstand verhandelt werden, auf welche Weise die Übernahme geregelt werden kann. Die Fusion muss in diesem Jahr zu einem guten Ende gebracht werden, damit nicht Kassenwart Fritz Brockhues in der Rolle eines Liquidators die Verbindlichkeiten des Vereins glattbügeln muss.

Begonnen hatte die Schicksalsstunde der RSG wie eine ganz normale Jahresversammlung, geleitet vom Vorsitzenden Helmuth Rüschhoff-Nadermann. Susanne Ackmann verwies im Jahresüberblick auf über 422 abgehaltene Übungsstunden. Schriftführerin Karin Brockhues verlas das Protokoll und berichtete über gesellige Veranstaltungen. Kassenwart Fritz Brockhues stellte eine ausgeglichene Kassenlage dar, die Kassenprüfer Walter Schütt für untadelig befand. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet, er wird weiterhin ohne Ausnahme noch für dieses Jahr die Aufgaben wahrnehmen. Als Kassenprüfer wurden Ekkehard Schulze-Krüger und Gaby Dick bestimmt. Gisela Winkler wurde als stellvertretende Geschäftsführerin bereits von Fritz Brockhues in den finanziellen Bereich eingearbeitet.

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