Landwirtschaftlicher Ortsverband Albachten-Roxel
Die Folgen der Dürre sind immer noch zu spüren

Münster-West -

Der Jahrhundertsommer und seine Folgen waren das bestimmende Thema bei der Winterversammlung der Landwirte aus Roxel und Albachten.

Freitag, 25.01.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 28.01.2019, 17:08 Uhr
Ortsverbands-Chef Hermann-Josef Richter (2.v.l.) begrüßte Kreislandwirt Heinz-Georg Hartmann (l.) sowie Jan Schedding und Susanne Schulze Bockeloh zur Winterversammlung.
Ortsverbands-Chef Hermann-Josef Richter (2.v.l.) begrüßte Kreislandwirt Heinz-Georg Hartmann (l.) sowie Jan Schedding und Susanne Schulze Bockeloh zur Winterversammlung. Foto: sn

„Der Sommer 2018 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben“, meinte Hermann-Josef Richter , Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Albachten-Roxel auf dessen Winterversammlung: „Wir hätten eine gute Ernte haben können.“ Doch der erforderliche Regen sei ausgeblieben. Die Dürre sei bis heute zu spüren, die Böden seien noch immer trocken. Und: „Es wird jetzt gefragt: Wie nachhaltig ist die Landwirtschaft?“

Im Clubheim des SV Concordia Albachten trafen sich die Landwirte. Mit dabei war auch die Kreisverbandsvorsitzende Susanne Schulze Bockeloh. Mitten im Winter beschäftigten sich die Landwirte noch mal mit dem vergangenen Jahrhundertsommer. „Die Folgen der Dürre werden wir bis zur nächsten Mais-Ernte spüren“, so Richter. Man schaue nun genauer hin, wie die Landwirtschaft die Böden bewirtschafte. Schulze Bockeloh brachte Konzepte wie die „Minimalbewirtschaftung“ ins Spiel, erinnerte aber auch: „Die Landwirtschaft ist nur für sieben Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich.“

„Wir klären auf, wir mischen uns ein, wir zeigen Lösungen auf“, umriss Schulze Bockeloh den öffentlichen Diskurs: „Aber reicht das?“ Die klare Antwort der Kreisverbandsvorsitzenden: „Nein“. Man brauche eine emotionale Ansprache und eine professionelle Werbung. Diese sollen zukünftig mit Hilfe der neu gegründeten Marketing GmbH „Landwirtschaft schafft Leben“ erfolgen.

Ulrich Bultmann von der Landwirtschaftskammer NRW informierte noch über Förderungsmöglichkeiten, Düngeverordnung und Berufsausbildung, ehe Jan Schedding vom Ortsverein über die Milchviehhaltung in Neuseeland berichtete.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6346528?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
Zeitweiliger Umzug in die alte Espa
Das ehemalige Espa-Kolleg an der Coerdestraße soll vorübergehend Heimat des Schlaun-Gymnasiums werden. Vorerst wird das Gebäude aber noch für die Erzieher-Ausbildung gebraucht.
Nachrichten-Ticker