Erweiterungsprojekt Rasthof Münsterland-Ost
Roxels CDU bringt Forderungen ein

Münster-Roxel -

Die Roxeler Ortsunion hat mit Blick auf die geplante Erweiterung der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost Einwendungen an die Bezirksregierung geschickt. Die Christdemokraten wollen so einiges berücksichtigt sehen.

Mittwoch, 30.01.2019, 20:00 Uhr
Der Autobahn-Rasthof Münsterland-Ost soll demnächst erweitert und ausgebaut werden. Die Roxeler CDU hat der Bezirksregierung dazu Einwendungen und Anregungen zugeschickt.
Der Autobahn-Rasthof Münsterland-Ost soll demnächst erweitert und ausgebaut werden. Die Roxeler CDU hat der Bezirksregierung dazu Einwendungen und Anregungen zugeschickt. Foto: sch

Fast genau ein Jahr ist es her, dass der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Bürger im Rahmen der „Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung“ über den geplanten Ausbau der Roxeler Autobahn-Rasthöfe informiert hat. Am morgigen Freitag läuft die Frist für Bürgereinwendungen ab. Zu denen, die Einwendungen schickten, zählt die Roxeler CDU : Die Christdemokraten haben sich intensiv mit den Zukunftsplänen für die Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost befasst.

In einem an die münsterische Bezirksregierung adressierten Schreiben wartet Roxels Ortsunion mit diversen Forderungen auf. Ratsfrau Angela Stähler , CDU-Kreisgeschäftsführer Christoph Brands und Bezirksvertreter Nils Schappler stellten diese unserer Zeitung vor.

Nach Ansicht der Christdemokraten muss der fast rund um den Rasthof geplante Lärmschutzwall – anders als bislang vorgesehen – nördlich der Autobahnkapelle fortgeführt werden. Und zwar in gleicher Höhe wie östlich der Betriebszufahrt. Denkbar sei unter anderem auch Lärmschutz in Form einer Gabionenwand, heißt es.

Da Rasthofbesucher oftmals die Hauptabfahrt des Autobahnrasthofs überqueren müssen, um zur Kapelle zu gelangen, fordert die CDU, dort eine sichere Querungsmöglichkeit zu schaffen. Und weil die Autobahnkapelle von Bürgern aus Roxel und den Nachbargemeinden auch für Maiandachten, Lichtergänge und andere Anlässe aufgesucht wird, setzen sich die Christdemokraten dafür ein, dass Radfahrer und Fußgänger auch in Zukunft problemlos über die Betriebszufahrt der Raststätte Münsterland-Ost zur Kapelle gelangen können.

Das Niveau des an der Autobahnkapelle beginnenden Lärmschutzwalls soll nach den Vorstellungen der CDU-Politiker über der Fahrbahndecke bis zur Rohrbuschbrücke auf dieselbe Höhe gebracht werden.

Da der Ausbau der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden ist, sind gemäß Bundesnaturschutzgesetz Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgeschrieben. Die Christdemokraten möchten diese unmittelbar im Stadtbezirk und nicht andernorts umgesetzt sehen: „Wir fordern daher, den Radweg entlang der Landstraße 843 zwischen der Oxford-Kaserne und Roxel mit einer Baumallee zu versehen.“ Im Zuge der Maßnahme soll der Radweg zudem verbreitert und instand gesetzt werden.

Darüber hinaus muss nach Ansicht der Ortsunions-Vertreter nördlich des Rasthofs mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Da die vielbefahrene schmale Rohrbuschbrücke nicht verbreitert werden kann, möchten die Christdemokraten eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Autobahn gebaut sehen. Diese soll den Nottulner Landweg mit der Alten Landstraße verbinden und damit direkt zur Roxeler Straße im Bereich des Restaurants Ackermann führen.

„Damit würde eine bessere Verbindung in Richtung Uni-Klinken geschaffen“, sagt Ratsfrau Angela Stähler. Es gehe darum, den beständig zunehmenden Fahrrad-Pendlerströmen gerecht zu werden. Nach Information der Roxeler CDU-Bundesparlamentarierin Sybille Benning könne eine solche Brücke möglicherweise aus Landes- und Bundesmitteln finanziert werden.

Verärgert ist die CDU-Ortsunion indes darüber, dass die Offenlegung der Planungsunterlagen für den Ausbau der Rasthöfe Münsterland-Ost und -West „offenbar bewusst“ zeitlich getrennt wurde. „Es entsteht dadurch der Eindruck, als sollten die Anlagen getrennt voneinander betrachtet und Einwände erschwert werden, obwohl es sich um eine geschlossene Erweiterung der Anlagen und damit verbundene, nicht trennbare Beeinträchtigungen für den Stadtteil Roxel handelt.“

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