DRK-Ortsverein Roxel-Albachten
„Wir müssen neue Wege gehen“

Münster-Roxel -

Nach fast sieben Jahrzehnten ist Schluss: Der Roxel-Albachtener Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes löst sich auf. Das wurde bei der jüngsten Versammlung mit einstimmigem Votum beschlossen.

Sonntag, 03.02.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 17:52 Uhr
Theo Beste und Bernd Thewes (1.u.2.v.l.) sowie Martin Brintrup (r.) werden den DRK-Ortsverein in eine Rotkreuzgemeinschaft überführen. Mit auf dem Foto: der bisheriger Vorsitzende Prof. Dr. Bernd Lingemann und DRK-Vorstandsmitglied Gudrun Sturm.
Theo Beste und Bernd Thewes (1.u.2.v.l.) sowie Martin Brintrup (r.) werden den DRK-Ortsverein in eine Rotkreuzgemeinschaft überführen. Mit auf dem Foto: der bisheriger Vorsitzende Prof. Dr. Bernd Lingemann und DRK-Vorstandsmitglied Gudrun Sturm. Foto: ann

Ein weiterer Verein verabschiedet sich aus Roxel: Der DRK-Ortsverein Roxel-Albachten (gegründet 1951) hat sich aufgelöst. Die Anzahl der Aktiven, die bereit waren, bei Großveranstaltungen für die Erste Hilfe oder bei Blutspendeterminen für die organisatorischen Abläufe bereitzustehen, hatte bereits in den vergangenen Jahren abgenommen.

„Diese Entwicklung hat uns allen Schmerzen bereitet“, bekannte der Vorsitzende Prof. Dr. Bernd Lingemann , der noch einmal den Rotkreuzhelfer aus früherer Zeit beschwor: „In grauer Uniform mit brauner Umhängetasche, in der eine halbe Praxis verstaut war, war er das Symbol für Hilfeleistung schlechthin.“

Martin Brintrup gab bei der Ortsvereinsversammlung einen Überblick über die gefüllte Kasse, auf die sich auch die Blutspendetermine positiv auswirkten. Der Vorstand wurde ohne Gegenstimme entlastet.

Bevor der Antrag zur Auflösung des Vereins gestellt wurde, zeichnete der Vorsitzende die Möglichkeit einer Umwandlung in eine Rotkreuzgemeinschaft auf: „Wir müssen neue Wege gehen, um denen, die arbeiten wollen und können, dies in einer Gemeinschaft zu ermöglichen. Welche Aufgaben in welcher Form wahrgenommen werden, obliegt dann dem Kreisverband. In Haftungsangelegenheiten ist der Verein nicht mehr zuständig.“

Bernd Thewes, Theo Beste, Martin Brintrup und Tobias Sträter (in Abwesenheit) wurden zur Abwicklungskommission bestimmt. Sie sollen beantragen, dass die Mitglieder zum 1. April als Rotkreuzgemeinschaft in den Kreisverband aufgenommen werden. „Eine ansehnliche Mitgift bringen die Mitglieder mit, sie werden wohl mit offenen Armen empfangen“, mutmaßte der Vorsitzende. Aber auch Spenden für soziale Einrichtungen wurden in Erwägung gezogen. „Sie sind der Souverän Ihres Vermögens“, bestärkte Prof. Dr. Tilman Elliger vom Kreisverbandspräsidium die Mitglieder.

Dann war der Augenblick gekommen, einstimmig wurde die Auflösung beschlossen. Gudrun Sturm, Vorstandsvorsitzende des Kreisverbands, sah diese Entwicklung als alternativlos an. Sie versicherte aber, dass künftig niemand außen vor bleiben werde. Die Formalitäten für den Übergang müssten geprüft werden.

Bevor sich alle zum letzten gemeinsamen Essen zusammensetzten, hielt Bernd Thewes eine Laudatio auf den scheidenden Vorsitzenden Bernd Lingemann: „Wir sind stolz, Dich gehabt zu haben. Nicht nur als Häuptling, sondern auch als Freund mit viel Fachkenntnis und Menschlichkeit.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6367445?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
Zeitweiliger Umzug in die alte Espa
Das ehemalige Espa-Kolleg an der Coerdestraße soll vorübergehend Heimat des Schlaun-Gymnasiums werden. Vorerst wird das Gebäude aber noch für die Erzieher-Ausbildung gebraucht.
Nachrichten-Ticker