Ausbau-Projekt Rasthof Münsterland-Ost
„Planungsvorhaben zerstört ein Landschaftsschutzgebiet“

Münster-Roxel -

Ebenso wie die münsterischen Sozialdemokraten lehnen auch die Grünen den geplanten Ausbau des Roxeler Autobahnrasthofs Münsterland-Ost entschieden ab. Das Projekt sei nicht zu rechtfertigen, heißt es.

Sonntag, 03.02.2019, 20:00 Uhr

Die grüne Ratsfraktion hat sich mit einer Eingabe gegen den geplanten Ausbau der Tank- und Rastanlage Münsterland-Ost im Stadtteil Roxel ausgesprochen. Zudem wird die Einstellung der Planungen gefordert.

Bereits der Planungsanlass sei unbegründet, denn die erforderlichen Rast- und Stellplätze könnten an anderen Stellen entlang der Autobahn 1 nachgewiesen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. So gebe es Flächen im Ruhrgebiet oder im angrenzenden niedersächsischen Bereich, die geeignet seien. Die Überplanung von einer Fläche mit der Größe von insgesamt 85 000 Quadratmetern sei nicht zu rechtfertigen.

„Das Planungsvorhaben zerstört ein Landschaftsschutzgebiet, das für Münster und den Stadtteil Roxel von besonderer ökologischer und klimapolitischer Bedeutung ist.“ Mit der Zerstörung des Landschaftsschutzgebiets werde eine Frischluftschneise vernichtet, die wichtig für die Innenstadt Münsters sei und deren Bewohner mit frischer Luft versorge, begründet Grünen-Ratsherr Carsten Peters, verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion, warum das Planungsvorhaben insbesondere aus klimapolitischer Sicht abzulehnen sei.

Durch die zusätzliche Pkw-Konzentration würden erhebliche Schadstoff-Emissionen und Feinstaub ausgelöst, die für die davon Betroffenen mit erheblichen negativen gesundheitlichen Konsequenzen verbunden seien. Zahlreiche geschützte Tierarten – unter anderem Fledermäuse – wären durch diesen Eingriff ebenfalls massiv betroffen. 

Auch seien die Fragen des Lärmschutzes nicht zutreffend eingeschätzt. Insgesamt sei mit 120 000 Fahrzeugbewegungen pro Woche zu rechnen: „Das wären mehr als drei Millionen Fahrzeugbewegungen pro Jahr. Die daraus resultierenden Lärmemissionen werden tagsüber Größenordnungen in Höhe von 98 dBA und nachts von 95 dBA erreichen. Dies entspricht in etwa dem Schallpegel einer Diskothek, die Tag und Nacht in Betrieb ist“, so die Grünen. Dies könne Anwohnern nicht zugemutet werden. Auch Lärmschutzwände könnten nicht ausreichend für Abhilfe sorgen.

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