Aktion der Marien-Grundschule
Vernissage für das stille Örtchen

Münster-Roxel -

Es war eine Vernissage der besonderen Art: Künstlerisch machten sich die Jungen und Mädchen daran, für die Sanierung der sanitären Anlagen mitzufinanzieren.

Sonntag, 17.02.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 18:02 Uhr
Mit dem Schulchor in der Pausenhalle begann die Vernissage in der Marienschule.
Mit dem Schulchor in der Pausenhalle begann die Vernissage in der Marienschule. Foto: ann

Eine Vernissage ist ein Ereignis mit gewisser Atmosphäre. Manchmal weist ein roter Teppich den Weg zu den Exponaten. Nicht selten sind die Besucher auffallend gekleidet, Damen tragen extravagante Hüte, und es werden prickelnde Getränke in langstieligen Gläsern gereicht, während die Besucher die Kunstwerke betrachten. Fast all diese Merkmale erfüllte die Vernissage in der Marienschule – eine Vernissage der besonderen Art.

Schulleiterin Kerstin Ahlers dankte zur Eröffnung den Eltern und den Kindern, die sich mit Engagement und kreativer Freude an die Arbeit gemacht hätten: die einen im Kunstunterricht, die andern auf den stillen Örtchen der Schule. Die „Elterninitiative Toilettenhygiene“ hatte – wie berichtet – die Toilettenräume auf Vordermann gebracht, nach den Farbwünschen der Kinder die Wände gestrichen, Fensterbänke gereinigt, Wasserflecken beseitigt und kaputte Papierspender und verrostete Mülleimer erneuert.

Mitstreiter Konstantinos Donas sagte: „Wir konnten die Verhältnisse nicht akzeptieren. Wir wollten auf den Missstand reagieren.“ Sein Sohn habe den Zustand der Toiletten als den größten Unterschied zwischen Kita und Schule empfunden und das stille Örtchen, wenn irgend möglich, gemieden.

Bei den Kindern habe man mit einem Fragebogen nach Kritik und konkreten Wünschen gefragt und sie bei der Renovierung – sofern machbar – einbezogen. Die Farben wurden von einer großen münsterischen Firma gestiftet. Die weiteren Ausgaben wurden von der Elterninitiative vorgestreckt und sollten nun durch die Vernissage gedeckt werden. Auf dem Wunschzettel stehen außerdem noch Waschtische, bunte Kronleuchter und Duftspender.

Auch mit einem (alkoholfreien) Cocktail oder einer Grillwurst konnte man die gute Sache unterstützen. Aber interessanter waren natürlich die Kunstwerke, die in den Klassenzimmern und auf den Toiletten ausgestellt waren und erworben werden konnten: dekorative, leuchtend bunte Bilder oder Materialkollagen aus Eierpappe, Knöpfen, Bändern oder Wellpappe. Eltern und Großeltern ließen sich die Kunstwerke ihrer Sprösslinge gern etwas kosten oder sie spendeten. Zum Schluss wurden die Bilder einiger Hobbykünstler schließlich versteigert.

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