Rasthöfe Münsterland-Ost und -West
Illegaler Schleichverkehr

Münster-Roxel -

Immer wieder werden die Zufahrten der Roxeler Autobahnrasthöfe von Pkw- und Lkw-Fahrern genutzt, obwohl dies verboten ist. Anwohner ärgern sich darüber.

Mittwoch, 27.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.02.2019, 14:02 Uhr
Blick auf die Zufahrt des Autobahnrasthofs Münsterland-Ost: Dort sowie auf der Zufahrt zum benachbarten Rasthof Münsterland-West sind immer wieder Fahrzeuge unterwegs, die die schmalen Straßen illegal als Schleichverkehrspisten nutzen.
Blick auf die Zufahrt des Autobahnrasthofs Münsterland-Ost: Dort sowie auf der Zufahrt zum benachbarten Rasthof Münsterland-West sind immer wieder Fahrzeuge unterwegs, die die schmalen Straßen illegal als Schleichverkehrspisten nutzen. Foto: sch

„Die Leute werden immer rücksichtsloser“, hat Anwohnerin Theodora Bockem-Rohleder zu ihrem Bedauern in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen müssen. Besagte Rücksichtslosigkeit bezieht sich auf den offenbar stetig zunehmenden Verkehr, der auf den Zufahrten zu den Roxeler Autobahnrasthöfen Münsterland-Ost und -West zu verzeichnen ist. Diese werden von Autobahnnutzern immer häufiger fürs illegale Auf- und Abfahren genutzt.

Es ist kein Geheimnis, dass die Raststättenzufahrten – trotz eindeutiger Beschilderung, die nur dem Betriebs- und Versorgungsdienst die Nutzung gestattet – seit etlichen Jahren vom Schleichverkehr genutzt werden, um ein paar Kilometer Fahrstrecke zu sparen oder schneller zum Ziel zu kommen. Wer sich vor Ort mal umsieht, braucht meist nicht allzu lange zu warten, bis er Zeuge unzulässiger Auf- und Abfahrten wird.

Anwohner wie Theodora Bockem-Rohleder, vielen als Vorsitzende der Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ bekannt, können ein Lied davon singen. Zumal der Schleichverkehr ihnen auch Lärm, Abgasgestank und oftmals auch noch brenzlige Situationen beschert, da mitunter auch gerast wird. „Das geht den ganzen Tag über so“, sagt die Roxelerin. Und das Schlimme dabei sei, dass niemand etwas dagegen unternehme.

Wie Bockem-Rohleder festgestellt hat, sind es nicht nur Pkw-Fahrer, die die Zufahrten zu den Rasthöfen nutzen. Jede Menge Lkw seien darunter, von denen so manche nicht aus Münster stammten. Wer sich die Fahrzeuge anschaue, könne ein buntes Sammelsurium auswärtiger Kennzeichen erblicken. Vielfach seien auch Fahrzeuge von Handwerksbetrieben aus dem Umland auf den Zufahrten zu beobachten.

Aus Sicht der Anwohnerin würde es Sinn machen, die Zufahrten mit Schranken zu sichern. Das habe sie der Polizei auch schon mitgeteilt. Doch es sei daraufhin ablehnend argumentiert worden, dass Polizei und Rettungsfahrzeuge im Notfall nicht schnell genug auf die Autobahn oder zur Raststätte gelangen könnten.

Ebenfalls problematisch ist nach Beobachtungen Theodora Bockem-Rohleders, dass Lkw auf dem Schleichweg häufig auch die Rohrbuschbrücke über die Autobahn nutzen. Diese sei laut Beschilderung nur für Fahrzeuge bis 16 Tonnen ausgelegt, doch es führen auch 40 Tonnen schwere Laster darüber, sagt sie.

Für die münsterische Polizei ist der illegale Schleichverkehr auf den Zuwegungen der Roxeler Autobahnrasthöfe kein Novum. Das komme leider immer wieder vor, sagt Polizeisprecher Andreas Bode: „Wir kennen diesen Zustand.“ Man habe ein Auge darauf und kontrolliere auch – allerdings nur stichprobenartig. Werde dabei jemand auf frischer Tag erwischt, dann werde dies geahndet. Den Fahrer erwarte ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro.

Auch der Stadt Münster ist die Situation am Roxeler Autobahnrand bekannt. In ihrer Stellungnahme zum geplanten Ausbau des Rasthofs Münsterland-Ost (wir berichteten) heißt es klipp und klar: „Bereits heute ist zu beobachten, dass die rückwärtige Erschließung der Tank- und Rastanlage als Auf- und Abfahrt genutzt wird und zu zusätzlichem Verkehr in dem Landschafts- und Siedlungsraum führt.“

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