Sperrschranke an der Bredeheide
Versteckte Gefahr für Radfahrer

Münster-Roxel -

An einem Seitenweg der Bredeheide hat die Stadt eine Sperrschranke installiert. Das stößt bei Radfahrern wie dem Roxeler Rolf Kaltmeyer auf Kritik.

Dienstag, 09.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 13:32 Uhr
Wird die erst unlängst installierte Absperrschranke auf den schmalen Seitenweg der Bredeheide ausgefahren, dann kann sich nach Ansicht des Roxelers Rolf Kaltmeyer ein gefährliches Hindernis darstellen.
Wird die erst unlängst installierte Absperrschranke auf den schmalen Seitenweg der Bredeheide ausgefahren, dann kann sich nach Ansicht des Roxelers Rolf Kaltmeyer ein gefährliches Hindernis darstellen. Foto: sch

„Das Ding ist lebensgefährlich!“ Rolf Kaltmeyer hat kein Verständnis dafür, dass auf dem schmalen landwirtschaftlichen Seitenweg, der von der Bredeheide über die Aabrücke nach Gievenbeck führt, unlängst eine abschließ- und drehbare Sperrschranke installiert wurde. Wird sie über den Weg ausgefahren, dann stellt die Sperre ein stattliches Hindernis dar, das nach Ansicht des Roxelers insbesondere Radfahrern gefährlich werden kann.

Dem städtischen Ordnungsamt hat Kaltmeyer bereits eine E-Mail geschickt, in der er darum bittet, die Sperrschranke unverzüglich zu entfernen: „Hier ist Gefahr im Verzug“, heißt es in dem Schreiben. Als Radfahrer, der mitunter auch mit dem Rennrad unterwegs ist, kann der Roxeler die Situation offenbar gut einschätzen. Und deshalb warnt er davor, das Hindernis an der ausgesuchten Stelle einzusetzen.

„Diese Schranke ist für Radfahrer, die die Bredeheide aus Roxel kommend  befahren, praktisch nicht zu erkennen, da sie im spitzen Winkel auf das Hindernis zufahren. Besonders gefährlich ist die Schranke deshalb, weil die Radfahrer nach dem langen Gefällestück an dieser Stelle meist sehr schnell unterwegs sind“, schreibt Rolf Kaltmeyer dem Ordnungsamt.

Glücklicherweise sei die Sperrschranke derzeit nicht ausgefahren. Doch wenn dies der Fall sei, dann könne so mancher Radfahrer zu Schaden kommen, zumal die meisten nach der steilen Abfahrt richtig „Dampf drauf“ hätten. Wenn die Schranke ihnen beim Abbiegen unvermittelt den Weg blockiere, könne es schnell zu Unfällen kommen. Vor allem auch dann, wenn Dunkelheit herrsche und die Sperre schwer zu erkennen sei, so der Roxeler im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass die Sperrschranke – von wem auch immer – an dem von vielen „Leezenrittern“ als beliebte Radelverbindung zwischen Roxel und Gievenbeck genutzten Seitenweg der Bredeheide installiert worden sei, stelle aus seiner Sicht fast schon so etwas wie einen „gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“ dar, sagt Kaltmeyer.

Aus der Sicht des Roxelers macht es keinen erkennbaren Sinn, eine Sperrschranke an dem schmalen Weg zu installieren. Das hat er dem Ordnungsamt auch geschrieben. Falls aus irgendeinem Grund in der Tat eine Absperrung erforderlich sei, „dann sollte diese um mindestens 20 Meter nach hinten versetzt werden. So wäre die Schranke für Radfahrer rechtzeitig erkennbar“, meint er.

Dem hält Werner Schulik vom städtischen Ordnungsamt entgegen, dass die Sperrschranke der „Gefahrenabwehr bei Hochwasser“ diene. Da es im Bereich der inzwischen sanierten Aabrücke immer wieder Überflutungen gegeben habe, diene sie dem Schutz von Radfahrern.

Die mit einem Schloss vor unbefugten Zugriffen gesicherte Sperre werde von der Stadt nur dann über dem Weg ausgefahren, wenn Hochwasser die Nutzung der Aabrücke unmöglich mache. Andernfalls bleibe sie natürlich zurückgeklappt. An der installierten Stelle, so Werner Schulik weiter, sei sie genau richtig platziert. Zumal die Sperrschranke, wie er verwaltungsintern erfahren habe, im Falle des Falles mit Blinkleuchten und weiteren Vorrichtungen deutlich erkennbar gesichert werden soll.

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