Osterfeuer in Münsters Westen
Ein Stadtbezirk im Flammenschein

Münster-West -

Rund 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren am Ostersonntag auf den Beinen, als in Roxel, Albachten, Mecklenbeck, Gievenbeck und Häger die traditionellen Osterfeuer entzündet wurden.

Montag, 22.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.04.2019, 19:14 Uhr
Blick aus luftiger Höhe: So sah es am Ostersonntag in Roxel aus, wo die Osterfeuertruppe an der Straße Im Rüschenfeld auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Feuer vor zahlreichen Zuschauern entzündete.
Blick aus luftiger Höhe: So sah es am Ostersonntag in Roxel aus, wo die Osterfeuertruppe an der Straße Im Rüschenfeld auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Feuer vor zahlreichen Zuschauern entzündete. Foto: Ralf Meyer

Am Ostersonntag herrschten strahlender Sonnenschein, Temperaturen weit über 20 Grad und ein wolkenloser Himmel. Allerdings war der nur so lange wolkenlos, bis die riesigen Holzberge in den Stadtteilen von Münsters Westen herunterbrannten. Insgesamt rund 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene besuchten die Osterfeuer in Albachten, Gievenbeck , Mecklenbeck, Nienberge-Häger und Roxel. Alle fünf Osterfeuer waren aufgrund des sehr trockenen Holzes schnell heruntergebrannt und bei Einbruch der Dunkelheit nur noch kleine Flammensäulen.

„Wir machen das seit 2005 vor allem für die Familien und die Bevölkerung von Albachten“, erläuterte Guido Drees, erster Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Hubertus, die das Osterfeuer in Albachten seitdem veranstaltet. „Wir sind zuerst mit der Flamme von der Osterkerze aus der St.-Ludgerus-Kirche zusammen mit der Bläservereinigung durchs Dorf zum Osterfeuer in der Nähe vom Hof Egger gezogen“, so der zweite Brudermeister Malte Evels, der ungefähr 500 Besucher zählte.

Bevor Viktor Fast in Vertretung des ersten Vorsitzenden vom Veranstalter 1. FC Gievenbeck das Osterfeuer am Sportgelände des Vereins entzündete, durften rund 200 Kinder und Jugendliche mehr als 1000 versteckte Ostereier suchen. „Die Ostereier wurden von einem ortsansässigen Verbrauchermarkt gespendet“, bedankte sich Viktor Fast beim Sponsor. Das Holz für das Osterfeuer stammte vom Heckenschnitt rund um das Gievenbecker Stadion.

Am Mecklenbecker Bürgerzentrum Hof Hesselmann führte die Freiwillige Feuerwehr wieder ihr öffentliches Osterfeuer in Anwesenheit von mehr als 400 Mecklenbeckern durch. „Das ging heute aufgrund der Trockenheit sehr schnell. Im vergangenen Jahr haben wir das Feuer erst gar nicht ans Brennen bekommen“, erklärte Löschzugführer Hermann Orschel.

In Roxel wurden wieder die Weihnachtsbäume von der jüngsten Sammelaktion der Freiwilligen Feuerwehr sowie Baum- und Strauchschnitt-Abfälle der Roxeler vor rund 500 Zuschauern auf der Wiese an der Straße Im Rüschenfeld abgebrannt. „Insgesamt ist es das 15. Osterfeuer und das 14., das von uns organisiert wurde“, unterstrich Philipp Grawemeyer von der Osterfeuertruppe, der sich besonders bei der Freiwilligen Feuerwehr Roxel für ihre Unterstützung bedankte. Die lieben Kleinen konnten in einem Strohhaufen bunte Ostereier und kleine, versteckte Präsente suchen – allesamt gespendet von Firmen aus Roxel und Umgebung – mit einem Gesamtwert von rund 500 Euro.

Etwa 300 Zuschauer zählte die St.-Aloysius-Schützenbruderschaft Nienberge-Häger-Uhlenbrock bei ihrem Osterfeuer auf der Wiese gegenüber dem Kindergarten „Am Plantstaken“. Für die Kinder brannten die Schützen auf dem gegenüberliegenden Bolzplatz ein eigenes kleines Osterfeuer ab. Dort backten die die Jüngsten leckeres Stockbrot. Zur musikalischen Begleitung der Osterlieder stieß der Musikzug Nienberge hinzu. „Nach alter Tradition waren beim Anzünden des Osterfeuers unser aktuelles Königspaar Christopher Reifig und Beate Elferich mit ihrem Hofstaat dabei“, betonte Oliver Schöning. Der Schriftführer der St.-Aloysius-Schützen bedankte sich noch bei der Landjugend für ihre Unterstützung.

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