Maibaumfest in Roxel
Maßarbeit am Maibaum

Münster-Roxel -

Mit einem umfangreichen Programm hat Roxel sein Maibaumjubiläum gefeiert

Sonntag, 28.04.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 17:59 Uhr
Zug um Zug richtete die Freiwillige Feuerwehr den Roxeler Maibaum auf. Zahlreiche Zuschauer verfolgten gespannt das Schauspiel.
Zug um Zug richtete die Freiwillige Feuerwehr den Roxeler Maibaum auf. Zahlreiche Zuschauer verfolgten gespannt das Schauspiel. Foto: sn

Vor 20 Jahren hieß er noch schlicht „Gemeinde- und Symbolbaum“. Heute ist der Baum in Roxel ein Maibaum und zum richtigen Kult geworden. Klare Sache, dass sich dabei das „Forum Roxel“ zum Jubiläum nicht mit einer kleinen Feier begnügte, sondern ein ganz großes Fest organisierte.

1999 hatte die St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft die Idee gehabt, den alten Brauch, der insbesondere in Süddeutschland weit verbreitet ist, auch in Roxel wieder aufleben zu lassen. Übrigens nicht zu jedermanns Freude: Von einer „Unkultur“ war damals sogar die Rede. Doch als der Baum stand, war alles vergessen und der Jubel riesengroß.

Nun kann sich keiner mehr vorstellen, dass es in Roxel keinen Maibaum geben sollte. Jetzt ist die Tradition sogar zwei Jahrzehnte alt. Männer der ersten Stunde wie Manfred Rosengarten, Jochen Wiedau und Berthold Hemesath plauderten am Sonntag aus dem Nähkästchen, wie alles einmal mit dem „Gemeindebaum“ im Stadtteil begann.

Die Jubiläumsfeier startete bereits am Samstagabend mit der Rock- und Pop-Band „Undercover“, die die größten Hits der letzten Jahre wieder auferstehen ließ. „Wir feiern mit euch“, meinte Frontfrau Nadine Schröder: „Tanzt euch warm.“

Am Sonntag begann das Maibaumfest traditionsgemäß mit einem Gottesdienst in der St.-Pantaleon-Kirche. Danach ging schon das bunte Bühnenprogramm los. Den Anfang machte der Chor der Marien-Grundschule. Es ging Schlag auf Schlag. Es folgte die Band „Black and White“ der Friedrich-Hundertwasser-Schule. Auch die Formation „Chorissima“ und nicht zuletzt die Kinderdisco sorgten für Stimmung.

Ganz groß war dieses Mal die Oldtimer-Treckerparade auf dem Pantaleonplatz. Die stolzen Besitzer drehten einige Runden auf dem Pantaleonplatz, um ihre flotten Flitzer in Aktion zu zeigen. Jung und Alt waren begeistert.

Besonders für den Nachwuchs gab es jede Menge Attraktionen: vom Torwandschießen bis zu riesigen Hüpfburgen. Die St.-Pantaleon-Schützenbruderschaft organisierte ein eigenes Kinderschützenfest.

Unter der Leitung von Oberbrandmeister Björn Koch ging die Freiwillige Feuerwehr schließlich daran, den Maibaum aufzustellen. Recht jung ist das Holz, der jetzige Baum kam erstmals 2018 zum Einsatz, nachdem der vorherige an der Spitze morsch geworden war. „Hoch!“, feuerte Koch seine Mitstreiter immer wieder an. Zug um Zug und in echter Millimeterarbeit war der 17 Meter lange Maibaum plötzlich in der Senkrechte. „Das hat wunderbar geklappt!“, lobte Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine, der auch noch einen neuen Aspekt mit ins Spiel brachte: „Diese Tradition ist vollkommen klimaneutral!“, meinte der Politiker.

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