Christen verschiedener Nationen feiern gemeinsam
Ungewöhnlicher Gottesdienst in der Roxeler Pfarrkirche

Münster-Roxel -

Eine besondere Messe wurde in der Roxeler St.-Pantaleon-Kirche gefeiert: Deutsche und arabische Christen hatten dort zusammengefunden. Deutsch, Arabisch und Aramäisch waren die Sprachen, die dabei gesprochen wurden.

Montag, 06.05.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 18:28 Uhr
Einen ungewöhnlichen Gottesdienst auf Deutsch, Arabisch und Aramäisch hielten die Pfarrer Timo Weissenberg (l.) und Miled Abbout in der Roxeler Pfarrkirche St. Pantaleon.
Einen ungewöhnlichen Gottesdienst auf Deutsch, Arabisch und Aramäisch hielten die Pfarrer Timo Weissenberg (l.) und Miled Abbout in der Roxeler Pfarrkirche St. Pantaleon. Foto: cro

Es war eine ungewöhnliche Stimmung in der Kirche St. Pantaleon. Dort, wo normalerweise der klassische Gottesdienst gefeiert wird, wurde auf einmal in Arabisch und Aramäisch, der Sprache von Jesus, gepredigt. Viele der Besucher waren aus Syrien und dem Irak. Gerade das fanden viele Roxeler gut: „Es ist ungewöhnlich aber ein deutliches Zeichen“, war nach dem Gottesdienst der besonderen Art zu hören.

Eingeladen zu der bilingualen Messe hatte Pfarrer Dr. Timo Weissenberg : „Ich wollte die arabische und deutsche Gemeinde näher zusammenbringen“, so die Erklärung für das ungewöhnliche Konzept. So war neben Besuchern aus dem Irak und Syrien auch Pfarrer Miled Abbout anwesend, der mit Weissenberg den Gottesdienst feierte. Abbout ist der Seelsorger der Arabisch sprechenden Christen in NRW. Er freute sich über die ungewöhnliche Begegnung.

„Es gab so etwas schon einmal vor zwei Jahren in Mecklenbeck und ist damals schon sehr gut angekommen“, freute sich Weissenberg. Auch dieses Mal konnte er ein positives Resümee ziehen. „Es war eine tolle Begegnung und viele haben gesehen, dass wir alle den selben Glauben haben, auch wenn wir unterschiedliche Sprachen sprechen.“

Das wurde auch dadurch deutlich, dass immer wieder Passagen vom Deutschen ins Arabische und umgekehrt übersetzt wurden – die vielen sehr bekannt vorkamen.

Nach der Feier, bei der die Gebete auf Aramäisch und das Evangelium auf Arabisch gehalten wurden, waren alle noch zu einer Begegnung ins Pfarrzentrum eingeladen. „Sofort kam man ins Gespräch, es war bunt durchmischt. Ganz, wie ich es mir vorgestellt habe“, so Weissenberg. Er habe im Nachhinein nicht eine negative Stimme gehört: „Natürlich war es ungewöhnlich und die Sprache vielleicht auch befremdlich.“ Aber das gebe ihm Mut, auch andere Menschen in die Kirche einzuladen. „Ich habe da auch schon ein paar Ideen, die vielleicht auf den afrikanischen Kontinent führen“, verriet Weissenberg.

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