Diskussion um Schulstandort Roxel
Elternwunsch: Gesamtschule

Münster-Roxel -

Prüfauftrag: Die Schulpflegschaften der Roxeler Sekundarschule und der Mariengrundschule machen sich dafür stark, dass Stadt und Bezirksregierung möglichst bald der Frage nachgehen, ob in Roxel eine Gesamtschule eingerichtet werden kann.

Mittwoch, 08.05.2019, 19:00 Uhr
Blick auf die Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule: Geht es nach dem Wunsch der Roxeler Schulpflegschaften, dann soll die Schule möglichst bald durch eine Gesamtschule ersetzt werden.
Blick auf die Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule: Geht es nach dem Wunsch der Roxeler Schulpflegschaften, dann soll die Schule möglichst bald durch eine Gesamtschule ersetzt werden. Foto: sch

Die Schulpflegeschaften der Roxeler Friedensreich-Hundertwasser-Sekundarschule und der Roxeler Mariengrundschule haben eine Art „Brandbrief“ geschrieben: In einer Pressemitteilung fordern sie Stadt und Bezirksregierung auf, „dringend zu prüfen, ob im Stadtteil Roxel die Errichtung einer zusätzlichen städtischen Gesamtschule möglich ist und diese bereits zeitnah ihren Unterrichtsbetrieb aufnehmen könnte“.

Bereits seit mehreren Jahren könnten im Aufnahmeverfahren der weiterführenden münsterischen Schulen mehr als 200 Schülerinnen und Schüler keinen Gesamtschulplatz bekommen. Neuerdings würden sogar Kinder mit gymnasialer Empfehlung abgelehnt. Der größte Teil von diesen stamme dabei aus Mecklenbeck, Roxel und Gievenbeck. „Diesem Missstand gilt es unserer Meinung nach entgegenzutreten“, heißt es im Schreiben der beiden Roxeler Schulpflegeschaften.

Als möglichen Standort einer dritten städtischen Gesamtschule bietet sich nach Ansicht der Pflegschaftsvertreter der Roxeler Schulcampus mit der dortigen Friedensreich-Hundertwasser-Schule an. Dieser zeichne sich durch eine vorbildliche schulische Infrastruktur aus: „Im Gebäudebereich stehen ausreichend Klassenräume und gut ausgestattete Fachräume zur Verfügung. Gleichzeitig bieten die räumlichen Gegebenheiten im schulischen Umfeld, unter anderem Sportstätten, interessante Möglichkeiten zur Profilierung einer Gesamtschule an.“

Aus Sicht der beiden Roxeler Schulpflegeschaften sind die Verantwortlichen der Stadt Münster gefordert, im beständig wachsenden Stadtbezirk West „ein adäquates Schulangebot“ vorzuhalten. Denn es sei ein „offenes Geheimnis“, dass die jetzige Schülerschaft der Roxeler Sekundarschule in ihrer Zusammensetzung „nicht die vom Schulgesetz geforderte Heterogenität einer integrierten Schulform“ aufweise und die Zukunft der Schulform Sekundarschule perspektivisch nicht tragfähig sei. Und durch eine Gefährdung des Schulstandorts Roxel wäre gleichzeitig der Erhalt der für einen Stadtteil wichtigen Infrastruktur (Hallenbad, Sportanlagen, Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs) nicht mehr zwingend gegeben.

Von der Stadt Münster als Schulträger erwarten die Schulpflegschaftsvertreter mit Blick auf die Vielzahl der abgelehnten jungen Gesamtschulbewerber für „Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit“ zu sorgen. Zumal Willensbekundungen der im Stadtrat vertretenen Parteien deutlich machten, dass der Elternwunsch zur Errichtung einer weiteren münsterischen Gesamtschule unterstützt werde.

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