Roxeler Kneipenvorlesung
Verzahnt in der Stadtgesellschaft

Münster-Roxel -

Bei der jüngsten Ausgabe der Kneipenvorlesungen des Roxeler Heimat- und Kulturkreises ging es um die münsterische Uni. Der Referent des Abends kannte sich bei diesem Thema ganz besonders gut aus.

Freitag, 10.05.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 18:40 Uhr
Der Rektor der Uni Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels, referierte über das Thema „Die Westfälische Wilhelms-Universität – Motor einer Wissenschaftsstadt“.
Der Rektor der Uni Münster, Prof. Dr. Johannes Wessels, referierte über das Thema „Die Westfälische Wilhelms-Universität – Motor einer Wissenschaftsstadt“. Foto: ann

„Wir wollen unsere Uni kennenlernen“, sagte Dr. Paul Ottmann vom Roxeler Heimat-und Kulturkreis (HKK) zur Begrüßung des Referenten. Er sprach damit die Erwartung der „Studenten“ der Roxeler Kneipenvorlesung in der Gaststätte Kortmann aus. Prof. Dr. Johannes Wessels , seit über zwei Jahren Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), hielt in diesem für ihn ungewohnten Rahmen eine Vorlesung und präsentierte dem Auditorium beeindruckende Zahlen.

In Münster sind an neun Hochschulen und einer Vielzahl von weiteren Bildungsstätten 60 000 Studierende eingeschrieben, allein an der WWU, der fünftgrößten Uni Deutschlands, sind es 45 000. 54 Prozent davon sind Studentinnen. Das in der öffentlichen Wahrnehmung Münster als ein wichtiger Bildungsstandort empfunden wird und die großen Wirtschaftsfaktoren Uni und Klinikum als Attraktionen bewertet werden – noch vor den Wahrzeichen Prinzipalmarkt, der Promenade oder dem Aasee – hält der Rektor für ein gutes Zeichen.

Wissenschaft sei hier nicht im Elfenbeinturm angesiedelt, sondern integriert und verzahnt in der Stadtgesellschaft. Man dürfe auch das ausgeprägte Sport- und Kulturangebot der Hochschulen nicht vergessen. Den „höchsten Ritterschlag“ für die Qualität der Forschung habe die WWU mit den beiden Exzellenzclustern „Mathematik. Dynamik-Geometrie-Struktur“ und „Religion und Politik“ erhalten, die internationales Spitzenniveau darstellten.

„Forschung darf nicht von Lehre und Transfer getrennt werden“, sagte der Physiker Wessels. Die Kultur einer ernsthaften Wissenschaft müsse „dauerhaft und stabil in der Gesellschaft verankert werden, damit bei komplexen Problemen nicht die Leute mit den einfachen Lösungen das Handeln übernehmen“.

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