Initiative „Maria 2.0“ in Roxel
Bilder zum Thema „Wir Frauen“

Münster-Roxel -

Die Frauen der Roxeler Pfarrbücherei sind bei der kirchenkritischen Initiative „Maria 2.0“ mit im Boot. Passend dazu führten sie in der Bücherei eine Ausstellung durch.

Montag, 13.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 15:03 Uhr
Caroline Brämswig (vorne, 3.v.r.) zeigte anlässlich der aktuellen Aktion „Maria 2.0“ in der Bücherei St. Pantaleon eigene Bilder zum Thema „Wir Frauen“.
Caroline Brämswig (vorne, 3.v.r.) zeigte anlässlich der aktuellen Aktion „Maria 2.0“ in der Bücherei St. Pantaleon eigene Bilder zum Thema „Wir Frauen“. Foto: sn

Die St.-Pantaleon-Pfarrbücherei blieb am Sonntag wie angekündigt zu. Das Team der Bibliothek solidarisiert sich mit der Aktion „Maria 2.0“ und zeigte zu diesem Anlass eine Ausstellung von Bildern zum Thema „Wir Frauen“.

„Es wird verdeckt und vertuscht“, sagte Bücherei-Mitarbeiterin Ulla Ludewig in Bezug auf die Missbrauchsskandale der Kirche: „Das geht so nicht, das ist nicht in Ordnung.“ Weiterer Kritikpunkt: Die Frauen  sollten von der Amtskirche ernst genommen und ihre ehrenamtliche Arbeit entsprechend gewürdigt werden.

Ludewig war kurz vor der Ausstellungseröffnung in Roxel noch bei der Mahnwache von „Maria 2.0“ am Dom gewesen und hatte dort eine fröhliche Stimmung ausgemacht. Die Aktion sei nicht konfrontativ oder abwertend, sondern bereichernd, betonte sie.

„Überall muss etwas passieren“, meinte Caroline Brämswig , Leiterin der St.-Pantaleon-Pfarrbücherei. Sie zeigte eigene Bilder, die zum Tag und zur Aktionswoche passten. „Jedes hat seine Geschichte“, sagte sie. Seit ihrer Kindheit drücke sie sich in Farben aus.

Frauen bildet sie ab, gibt anonymen Figuren ein Gesicht, einen Namen. Ein Bild, das Brämswig bei der Vorstellung ihrer Werke besonders hervorhob, zeigt eine alte Frau in tiefer Trauer und beim Gebet. Brämswig kam die Idee beim Untergang des russischen U-Bootes Kursk, bei dem die Angehörigen im August 2000 zwischen eigener Hilflosigkeit und Wut auf die Offiziellen schwankten.

Eindringlich beschäftigten sich die Besucher mit den Bildern, mit der Aktion und mit dem, was die Mitarbeiterinnen der Bücherei zu sagen hatten. Sie stehen während der Zeiten, in denen die Bibliothek sonst geöffnet wird, bis zum 18. Mai (Sonntag) jeden Tag für Fragen zur Aktion auf dem Kirchplatz zur Verfügung.

Pfarrer Timo Weissenberg nutzte die Gelegenheit schon am Sonntag, kam spontan herüber und informierte sich bei den Organisatorinnen über deren Anliegen.

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