Bahnübergang Bösenseller Straße
Ab August ohne Schrankenwärter

Münster-Roxel -

Manch einer wird sich freuen: Läuft alles nach Plan, dann soll der bei einem Unfall im Jahr 2014 stark beschädigte Bahnübergang Bösenseller Straße in Kürze wieder hergestellt sein. Das Absichern des Übergangs in Handarbeit ist dann vorbei. 

Donnerstag, 04.07.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 12:04 Uhr
Der Bahnübergang Bösenseller Straße: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG soll der Ende 2014 schwer beschädigte Übergang im August wieder hergestellt sein.
Der Bahnübergang Bösenseller Straße: Nach Angaben der Deutschen Bahn AG soll der Ende 2014 schwer beschädigte Übergang im August wieder hergestellt sein. Foto: sch

Mehr als vier Jahre sind bereits ins Land gegangen. So mancher, der in Roxel oder in der näheren Umgebung wohnt, wird sich noch daran erinnern: Anfang Dezember 2014 wurde der Bahnübergang Bösenseller Straße aufgrund eines schweren Unfalls stark beschädigt. Seitdem funktioniert die dortige Technik nicht mehr. Schrankenwärter der DB-Fahrwegdienste GmbH in Duisburg müssen den Übergang bei der Durchfahrt von Zügen in Handarbeit sichern. Doch damit soll in Kürze Schluss sein.

Nach Auskunft eines Sprechers der Deutschen Bahn AG in Düsseldorf, wurden in den vergangenen Monaten die Fundamente des Übergangs an alter Stelle wieder hergestellt. Es mussten Kabel auf der Strecke gezogen und zudem Fundamente für die Überwachungssignale erstellt werden. Läuft alles nach Plan, dann soll der Übergang Mitte August, spätestens Ende August wieder auf Vordermann sein.

Ausharren im Schichtdienst

„Sobald die Inbetriebnahme ausgesprochen wird, kann der BÜP seinen Dienst einstellen“, erläutert der Pressesprecher. Soll heißen: Läuft alles wieder vollautomatisch am Übergang Bösenseller Straße, dann darf der Bahnübergangsposten (BÜP) nach etlichen Jahren dem Roxeler Einsatzort wieder den Rücken kehren. Allerdings handelt es sich beim Schrankenwärter nicht um eine Einzelperson, sondern um mehrere Männer, die wochentags in zwei und am Wochenende sogar in drei Schichten im Einsatz sind. Sie kommen von auswärts und reisen mittlerweile seit Jahren tagaus, tagein zum Bahnübergang an.

Zug durchtrennte Autotransporter

Dass selbiger Ende 2014 zerstört wurde, war – wie damals berichtet – auf einen Unfall zurückzuführen: Ein mit fünf Fahrzeugen beladener Autotransporter wurde bei einem Wendemanöver auf dem Übergang von einem Zug der Regionalbahn 63 erfasst. Der mit rund 100 Fahrgästen besetzte Zug, der auf dem Weg von Münster nach Coesfeld war, durchtrennte den Transporter in der Mitte. Der Lokführer verletzte sich damals schwer. Zwei Zugreisende kamen ebenfalls ins Krankenhaus, und der Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Zug entgleist nach Zusammenstoß - Der Morgen danach

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  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Am Morgen nach dem schweren Unglück an einem Bahnübergang an der Bösenseller Straße bei Roxel wird bei Tageslicht erst das ganze Ausmaß und die Wucht des Zusammenpralls zwischen dem Autotransporter und der Regionalbahn sichtbar Foto: Oliver Werner
  • Foto: Helmut Etzkorn
  • Foto: Helmut Etzkorn
  • Foto: Helmut Etzkorn

Stadt Münster trägt ein Drittel der Kosten

Im Hinblick auf die angekündigte Inbetriebnahme des wiederhergestellten Übergangs liegen der Stadt Münster, so Tiefbauamts-Vize Gerhard Rüller, allerdings „noch keine Informationen vor“. Da die Stadt gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz verpflichtet sei, ein Drittel der Kosten für die Erneuerung des Bahnübergangs zu tragen, müsse die Bahn ihr noch die Kreuzungsvereinbarung einreichen. Das sei notwendig, da der städtische Anteil in Höhe von rund 300 000 Euro zu 70 Prozent mit Fördermitteln des Landes finanziert werden solle.

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