Hallenbad Roxel
Streichungspläne sind vom Tisch

Münster-Roxel -

So mancher wird sich darüber freuen: Das Roxeler Hallenbad wird auch weiterhin an einigen Tagen innerhalb der Woche Nutzungszeiten für Jedermann anbieten. Das hat die Politik jetzt beschlossen.

Donnerstag, 04.07.2019, 20:00 Uhr
Blick aufs Roxeler Hallenbad: Auf Beschluss des Rats der Stadt Münster wird das Bad an der Tilbecker Straße auch in Zukunft werktags öffentliche Nutzungszeiten für Schwimmer anbieten. Die sind allerdings auch weiterhin nicht allzu üppig.
Blick aufs Roxeler Hallenbad: Auf Beschluss des Rats der Stadt Münster wird das Bad an der Tilbecker Straße auch in Zukunft werktags öffentliche Nutzungszeiten für Schwimmer anbieten. Die sind allerdings auch weiterhin nicht allzu üppig. Foto: sch

Freunde des sportlichen oder des rekreativen Schwimmens, die das Roxeler Hallenbad nutzen, werden sich darüber freuen: In der Sitzung des Rats am Mittwochabend wurde bei der Bäder-Diskussion der Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, die öffentlichen Nutzungszeiten des Bads an der Tilbecker Straße werktags gänzlich zu kippen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in der Bezirksvertretung (BV) West Unverständnis über das Ansinnen des Sportamts gegeben.

„Statt längerer öffentlicher Badezeiten sollen die wenigen Stunden innerhalb der Woche auch noch gestrichen werden. So wird ein ganzer Stadtbezirk vom öffentlichen Schwimmen abgehängt“, hatte sich Peter Wolfgarten , Vorsitzender der Christdemokraten in der BV West, empört und einen Änderungsantrag eingebracht.

Nach den Vorstellungen der Verwaltung sollte es im Roxeler Bad nur noch an Wochenenden öffentliche Schwimmzeiten geben: samstags von 7 bis 17 Uhr (Warmbadetag) und sonntags von 8 bis 18 Uhr, wie es schon seit Jahren der Fall ist.

Gestrichen werden sollten den weder vereins- noch schulsportlich gebundenen Schwimmern die ohnehin nur spärlich vorhandenen allgemeinen Nutzungszeiten von insgesamt neun Stunden: Innerhalb der Woche kann im Roxeler Hallenbad montags in der Zeit von 6.30 bis 8 Uhr, donnerstags von 6.30 bis 8 Uhr sowie freitags von 6.30 bis 8 Uhr und von 15 bis 17 Uhr von Jedermann geschwommen werden. Das soll nach der Ratssitzung auch in Zukunft so bleiben. Die Streichungspläne des Sportamts sind abgelehnt.

Bei Roxeler Politikern stößt die Beibehaltung der öffentlichen Schwimmzeiten auf einhellige Zustimmung: „Zum Glück ist die Streichung zurückgenommen worden. Gut, dass diese Pläne vom Tisch sind“, sagt SPD-Ratsherr Philipp Hagemann . Er habe in den vergangenen Tagen wiederholt Anrufe von Schwimmern bekommen, die ihr Unverständnis über die Pläne der Verwaltung zum Ausdruck gebracht hätten. Darüber hinaus, so Hagemann weiter, frage er sich, welcher Verein oder welche Schüler morgens um 6.30 Uhr überhaupt das Roxeler Hallenbad nutzen wollten.

Nicht minder erfreut ist Angela Stähler. „Wir haben das gefordert und uns maßgeblich dafür eingesetzt“, unterstreicht Roxels CDU-Ratsfrau, zumal die Christdemokraten den entsprechenden Antrag in die politische Beratung eingebracht hatten.

Sie sei zufrieden, dass den Roxeler Schwimmfreunden auch weiterhin die gewohnten Nutzungszeiten zur Verfügung ständen. Diese seien ohnehin nicht allzu üppig. „Ich bin froh, dass wir wenigstens den Standard beibehalten konnten“, sagt die Christdemokratin.

Möglicherweise könnte es zu einem späteren Zeitpunkt noch ein kleines „Bonbon“ für die schwimmende Roxeler Öffentlichkeit geben. Denn auf Betreiben der CDU soll die Verwaltung prüfen, ob im Roxeler Bad einmal pro Woche ein Mitternachtsschwimmen angeboten werden kann. Ebenfalls geprüft werden soll, ob die Wartungszeit während der Sommerpause so verkürzt werden kann, dass weitere öffentliche Badezeiten angeboten werden können.

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