Reha-Sportgemeinschaft Roxel
Reha-Sportler jetzt BSV-Mitglieder

Münster-Roxel -

Die Reha-Sportgemeinschaft ist kein eigenständiger Verein mehr. Sie geht laut Votum der jüngsten Mitgliederversammlung in den BSV Roxel über.

Montag, 08.07.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 18:18 Uhr
Der Fusionsvertrag ist unterschrieben (v.l.): Fritz Brockhues, Geschäftsführer der Reha-Sportgemeinschaft, Helmut Rüschhoff-Nadermann, Vorsitzender der RSG, und Detlev Ströcker, Vorsitzender des BSV Roxel, blicken dem künftigen Miteinander gespannt entgegen.
Der Fusionsvertrag ist unterschrieben (v.l.): Fritz Brockhues, Geschäftsführer der Reha-Sportgemeinschaft, Helmut Rüschhoff-Nadermann, Vorsitzender der RSG, und Detlev Ströcker, Vorsitzender des BSV Roxel, blicken dem künftigen Miteinander gespannt entgegen. Foto: sn

„Ein bisschen Wehmut ist dabei“, meinte Helmut Rüschhoff-Nadermann, Vorsitzender der Reha-Sportgemeinschaft Roxel (RSG). Deren Zeiten als eigenständiger Verein sind nun vorbei. Den Rehasport wird es in Roxel allerdings weitergeben und zwar als eine eigene Abteilung innerhalb des BSV Roxel .

98 Teilnehmer zählte die „Verschmelzungsversammlung“ beider Vereine am Sonntagabend in der Gaststätte Brintrup, 68 von ihnen gehörten der Rehasportgemeinschaft an, 30 dem BSV. Zunächst verlas BSV-Vorsitzender Detlev Ströcker einen „gemeinsamen Bericht zur Verschmelzung“. Darin steht auch der Grund für das nun zwangsläufige Ende der Reha-Sportgemeinschaft: Es habe keine Bereitschaft zur Vorstandstätigkeit seitens ihrer Mitglieder gegeben.

„Wir sind alles alte Leute“, meinte ein Reha-Sportler. Das Durchschnittsalter lag zuletzt bei 74 Jahren. Doch die „kleine“ RSG ist beim „großen Sportnachbarn“ hochwillkommen. Sowohl in dessen letzter Mitgliederversammlung, als auch in den Vorstandsrunden habe es nur positive Stimmen gegeben, so Detlev Ströcker.

Finanziell dürfte sich die Angelegenheit sogar lohnen. Die beiden Vereine haben bereits im Vorfeld der entscheidenden Verschmelzungsversammlung gegenseitig ihre Vermögensverhältnisse offengelegt. Klar ist: Die Reha-Sportgemeinschaft bringt eigenes Vermögen in die Fusion hinein. Laut deren Geschäftsführer Fritz Brockhues waren es 2018 immerhin gut 15 000 Euro, die die RSG besaß. Wolfgang Grawemeyer gab wiederum für den BSV ein leichtes vierstelliges Defizit als steuerliches Ergebnis für 2018 bekannt.

Im anschließend vorgestellten Verschmelzungsvertrag ist geregelt, dass die RSG ihr Vermögen „als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten“ auf den BSV überträgt. Es bleibt allerdings zweckgebunden, denn das Geld steht ab sofort als Etat für die neue Rehasportabteilung zur Verfügung. Alle Mitglieder der Reha-Sportgemeinschaft, so heißt es weiter, würden die Mitgliedschaft des übernehmenden Vereins, also des BSV, erwerben. Übrigens: Ehrenmitglieder der RSG bleiben Ehrenmitglieder – aber des BSV.

„Verschmelzungs-Stichtag“ ist der 1. Juli dieses Jahres. Der vorgestellte Verschmelzungsvertrag fand in der Versammlung einstimmige Zustimmung – sowohl bei der RSG, als auch beim BSV. Er wurde vor Ort von den beiden Vorsitzenden unterschrieben. Ein anwesender Notar sorgte für den richtigen juristischen Ablauf.

Weitere Punkte des somit geltenden Vertrages: Alle Mitarbeiter beider Vereine wie Übungsleiter, Reinigungs- und Bürokräfte werden übernommen. Für die Geschäftsstelle wurde sogar eine weitere Mitarbeiterin engagiert. Was insbesondere die Aktiven der Reha-Sportgemeinschaft freuen wird: Sämtliche Konditionen für sie werden mindestens bis zum 31. Dezember 2020 beibehalten. Die sportlichen Angebote werden also in dieser Zeit wie gewohnt weiterlaufen. Wer Fragen habe, so Ströcker, könne sich dazu an die BSV-Geschäftsstelle wenden.

Formalia prägen das letzte Kapitel der 1973 gegründeten Reha-Sportgemeinschaft. RSG-Geschäftsführer Fritz Brockhues wird bis zum Jahresende noch alle Angelegenheiten seines alten Vereines abwickeln. Dann ist er in Roxel endgültig Geschichte.

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