Helfer beim Roxeler Reitturnier
Seit 50 Jahren im Ehrenamt tätig

Münster-Roxel -

Hermann Kohaus hat jede Menge Erfahrung: Bereits seit über 50 Jahren unterstützt er den Roxeler Reitverein bei den Turnieren. „Jeder nach seinen Kräften – bei mir ist es die Theke“, meint der 79-Jährige.

Sonntag, 14.07.2019, 15:50 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 18:36 Uhr
Er unterstützt schon seit über 50 Jahren den Reit- und Fahrverein Roxel und übernimmt mit 79 noch immer den Thekendienst: Hermann Kohaus ist bei Pferden voll in seinem Element.
Er unterstützt schon seit über 50 Jahren den Reit- und Fahrverein Roxel und übernimmt mit 79 noch immer den Thekendienst: Hermann Kohaus ist bei Pferden voll in seinem Element. Foto: cro

Es steht alles bereit: Cola, Wasser, und auch das Bier ist an der Zapfanlage angeschlossen. Aber am Sonntagmorgen hat die Crew an der Getränketheke beim Reit- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Roxel noch nicht viel zu tun. „Das kommt schon noch, gerade im Mittag wird es wirklich voll“, erklärt Hermann Kohaus.

Der Senior steht hinter der Theke, versorgt die Durstigen mit allem, was gewünscht wird. Und er hat eine Menge Erfahrung: Denn bereits seit über 50 Jahren unterstützt er den Verein. „Jeder nach seinen Kräften – bei mir ist es die Theke“, meint der 79-Jährige.

Dabei bedeutet seine Aufgabe eine Menge Stress und Arbeit. „Aber wir haben ein wirklich tolles Team. Rund 100 ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass unser Turnier immer ein voller Erfolg wird“, so Kohaus, der auch schon zweiter Vorsitzender des Vereins war und sein Leben immer mit Pferden verbracht hat.

„Ich habe wahrscheinlich schon in allen Bereichen der Theke gearbeitet, und es macht mir einfach Spaß.“ Gemeint ist damit der Kuchenbereich genau so wie die Fritteuse für die Pommes oder der Weinstand. „Da, wo Leute gebraucht werden, springe ich gerne ein.“

Während die Reiter immer wieder im Hintergrund die Hindernisse meistern, geht es für den Senior, der gleich neben der Reitanlage wohnt und der auch schon Pferde selber gezüchtet hat, ans Polieren. Die Theke blitzt, seine Mitstreiter waren schon fleißig.

„Es geht bis 19.30 Uhr in den Abend, aber so lange muss ich nicht hinter der Theke stehen.“ Man tausche durch, eine Schicht dauere drei Stunden. „Man trifft auch immer wieder Freunde aus der Jugend und Mitstreiter, da wird dann auch gerne mal ein bisschen geredet“, verrät Kohaus. Das mache ein solches Turnier auch aus. „Die Geselligkeit darf nicht zu kurz kommen, denn wir sind nun einmal alles Pferdenarren und haben Spaß an dem Sport.“

Selber setzt sich der Senior aber nicht mehr auf den Pferderücken. „Das habe ich wirklich sehr lange gemacht, aber dann entschieden, dass es gut ist, und die Jüngeren nun an der Reihe sind.“ Aber es seien schöne Zeiten gewesen. Aber ganz kann Kohaus nicht von den Tieren lassen. „Ich habe noch ein eigenes Pferd, das steht im Stall der Schwiegertochter.“

In der Zwischenzeit kommen immer mal wieder Durstige, die ein Wasser wollen. „Alkohol wird während des Turniers eigentlich nicht verlangt, das kommt erst am Abend“, verrät der rüstige Senior, der seine Begeisterung für den Sport auch an seine Söhne übertragen hat. „Der eine reist von Turnier zu Turnier, der andere arbeitet sogar hauptberuflich beim Pferdesportverband.“

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