Bunte Vielfalt zum Selberschneiden
Blütenpracht direkt vom Feld in die Vase

Havixbeck/Roxel -

In Roxel können Blumen selbst geschnitten werden – auf einem Feld am Dingbängerweg. Dort blühen derzeit Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen.

Donnerstag, 08.08.2019, 19:00 Uhr
Seit dem Jahr 2016 betreibt Johannes Schulze Schleithoff das Selbstschneide-Feld am Dingbängerweg in Roxel. Dort stehen derzeit Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen in voller Blüte.
Seit dem Jahr 2016 betreibt Johannes Schulze Schleithoff das Selbstschneide-Feld am Dingbängerweg in Roxel. Dort stehen derzeit Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen in voller Blüte. Foto: sch

So manchem dürfte die Blütenpracht in den vergangenen Wochen aufgefallen sein: Am Dingbängerweg in Münster-Roxel steht auch in diesem Jahr wieder ein bunter Blumen-Mix, der darauf wartet, abgeschnitten und in heimische Vasen platziert zu werden. Der Landwirt Johannes Schulze Schleithoff betreibt auf dem von ihm gepachteten Areal ein Blumenfeld, auf dem sich Jedermann gegen freiwillige Bezahlung bedienen kann.

„Blumen zum Selbstschneiden“, steht auf einem großen Schild am Rande des Geländes. Dort sind derzeit Gladiolen, Sonnenblumen und Dahlien in voller Blüte. Wer eines der bereitstehenden Messer ergreift, kann die Blumen gegen eine geringe Gebühr abschneiden und mit nach Hause nehmen. Niemand überwacht das Geschehen. Schulze Schleithoff appelliert an die Ehrlichkeit der Besucher. Diese sollen das für die ausgewählten Blüten fällige Geld in eine fest angebrachte Kasse aus Metall einwerfen, die einmal am Tag geleert wird.

Der aus Havixbeck stammende Landwirt betreibt das Selbstschneide-Feld in Roxel bereits seit vier Jahren. 2016 fing er dort an, nachdem er zuvor schon andernorts positive Erfahrungen gemacht hatte. Bereits im Jahr 2009 legte er ein Feld mit Blütenpracht für Jedermann in Hiltrup an, das auch heute noch besteht. Aktuell hat der 37-Jährige nach eigenen Angaben auch noch Blumenfelder in Amelsbüren, Lüdinghausen, Bösensell, Senden, Nottuln und Havixbeck. Die Idee, diese im Nebenerwerb zu betreiben, sei ihm bei einem Bierchen nach einer Messe in Süddeutschland gekommen, sagt Schulze Schleithoff.

Mit seinen Selbstschneide-Feldern stößt der Havixbecker bei vielen Mitbürgern auf positive Resonanz. So mancher freue sich über die Blütenpracht, selbst wenn er nur an einem der Felder vorbeikomme. Das Selberschneiden, das im Frühjahr mit Tulpen beginne, ende im Oktober mit den Dahlien, erläutert der Landwirt. Spätestens mit dem ersten Frost sei dann alles vorbei.

Die Blumenfelder seien für ihn „kein Riesengeschäft“, sagt Johannes Schulze Schleithoff. Sie herzurichten und immer wieder einzusäen, sei ein gutes Stück Arbeit. Er betreibe sie auch nur nebenbei.

Im Regelfall werde die für die Blumen die fällige Summe von den Kunden bezahlt. Doch mitunter gibt es auch dreiste Zeitgenossen, die sich gratis an den Blumen bedienen: „Nicht alle Leute sind ehrliche. Es gibt leider auch schwarze Schafe“, weiß Schulze Schleithoff. Wohl nicht ohne Grund heißt es deshalb auf der Tafel am Rande des Feldes „Nur bezahlte Blumen bringen Freu(n)de!“

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