Ehemalige Flüchtlingsunterkunft Pienersallee
Was geschieht mit dem Gelände?

Münster-Roxel -

FDP-Bezirksvertreter Peter Koch-Tölken möchte von der Stadt so einiges zum ehemaligen Flüchtlingsheim an der Pienersallee wissen. Er hat der Stadtverwaltung dazu einen Fragenkatalog eingereicht.

Dienstag, 01.10.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 18:06 Uhr
Aktueller Blick auf das eingezäunte Gelände der ehemaligen temporären Flüchtlingsunterkunft an der Piensersallee.
Aktueller Blick auf das eingezäunte Gelände der ehemaligen temporären Flüchtlingsunterkunft an der Piensersallee. Foto: sch

Im Juli 2015 wurde die temporäre Flüchtlingsunterkunft an der Pienersallee in Betrieb genommen. Drei Jahre später, im Juli 2018, wurde der Pavillon-Komplex wieder abgebaut, da er aufgrund zurückgehender Flüchtlingszahlen nicht mehr benötigt wurde. Vor diesem Hintergrund möchte Bezirksvertreter Peter Koch-Tölken ( FDP ) nun wissen, was mit den abgebauten Pavillons geschah, und welche Pläne die Stadt mit dem nun brachliegenden Grundstück hat.

In die jüngste Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West hat Koch-Tölken einen Fragenkatalog eingebracht, den er vom Liegenschaftsamt beziehungsweise dem Tiefbauamt in nächster Zeit beantwortet wissen möchte: „Welche Nutzung ist für das städtische Grundstück Pienersallee / Bahnstrecke Münster-Coesfeld gegenüber dem Bahnhaltepunkt Roxel, auf dem bis vor einem Jahr eine Flüchtlingsunterkunft stand, zukünftig vorgesehen?“, heißt es gleich zu Beginn der Anfrage.

Da das Areal aufgrund von Immissionsbelastungen aus seiner Sicht „wohnwirtschaftlich nicht zu nutzen“ sei, will der liberale Bezirksvertreter wissen, ob dieses für eine Gewerbeansiedlung genutzt werden könnte. „Besteht die Möglichkeit der Nutzung durch ein kommerzielles Lagerhaus“, fragt Koch Tölken. Könnten Institutionen wie die Malteser, die Johanniter oder auch das Deutsche Rote Kreuz auf dem Grundstück Lager für Notfallmaterial einrichten?

Ebenfalls von Interesse ist für den Roxeler Stadtbezirkspolitiker, welches Schicksal die Pavillons ereilte, in denen einst bis zu 50 Flüchtlingen eine vorübergehende Bleibe fanden: „Sind sie verkauft und die Erlöse in den städtischen Haushalt überführt worden?“, fragt er. Darüber hinaus verlangt Koch-Tölken Auskunft darüber, was mit den Geräten passiert ist, die auf dem mit städtischen Geldern finanzierten Spielplatz des Flüchtlingsheims gestanden hätten: „Können diese an anderer Stelle weiter genutzt werden und geschieht dies?“

Zu guter Letzt erhofft sich Koch-Tölken von der Stadtverwaltung Auskunft dazu, wie lange es dauern werde, bis das geräumte und eingezäunte Terrain, auf dem noch Fundamente vorhanden seien, genutzt werden könne: „Wie zeitnah kann und soll das Grundstück hergerichtet werden?“

Antworten auf alle diese Fragen soll Koch-Tölken, so Dr. Ingo Deitmer vom Amt für Immobilienmanagement, in einer der nächsten Sitzungen der Bezirksvertretung erhalten. Als die Flüchtlingsunterkunft im Sommer 2018 abgebaut wurde, hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass die von der Stadt gemieteten Pavillons von einer Spezialfirma abgebaut und nach Dorsten gebracht wurden. Dort sollten sie als Räume einer Schule genutzt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6972600?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker