Neue Kleingartenanlage Roxel Nord
350 000 Euro für 25 Parzellen

MÜNSTER-ROXEL -

Am Rande von Roxel erblüht bald ein Gartenparadies – wenn die Politik mitspielt.

Donnerstag, 28.11.2019, 05:30 Uhr
Am Stodtbrockweg soll die neue Kleingartenanlage „Roxel Nord“ entstehen. Im vierten Quartal 2020 könnten die Bauarbeiten dazu beginnen, wenn entsprechende Beschlüsse vorliegen.
Am Stodtbrockweg soll die neue Kleingartenanlage „Roxel Nord“ entstehen. Im vierten Quartal 2020 könnten die Bauarbeiten dazu beginnen, wenn entsprechende Beschlüsse vorliegen. Foto: Jürgen Christ

Die Planungen für die Kleingartenanlage „Roxel Nord“ werden konkret. Der Bezirksvertretung Münster-West liegt bei ihrer heutigen Sitzung (17 Uhr, Hof Hesselmann) ein Entwurf der neuen 12 750 Quadratmeter großen Gartenanlage am Stodtbrockweg vor (wir berichteten).

350 000 Euro soll der Bau von „Roxel Nord“ laut Verwaltungsvorlage kosten. Geplant wurde die Anlage durch das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Behörde kündigt an, für das Projekt Landesförderung zu beantragen.

„Nach dem Bau der Kleingartenanlage ,Roxel Nord‘ wird ein Pachtverhältnis mit dem Stadt- und Bezirksverband Münster der Kleingärtner (...) abgeschlossen“, heißt es in der Vorlage weiter. Pro Quadratmeter soll die Pacht 36 Cent im Jahr betragen. 4590 Euro jährlich würde die Anlage somit der Stadt einbringen. Die Verwaltung rechnet demgegenüber mit 1000 Euro jährlicher Folgekosten wegen der „Pflege von Großbäumen zur Herstellung der Verkehrssicherheit“ für die Anlage.

Planungen

In „Roxel Nord“ sollen nach Planungen der Stadt 25 neue, durch Hecken abgetrennte Gartenparzellen mit einer durchschnittlichen Größe von 275 Quadratmetern entstehen. 99 Euro Pacht würde so eine Parzelle im Jahr kosten. Zudem soll es im Eingangsbereich der Anlage Parkplätze und als Option Platz für ein Vereinsheim geben.

Der Plan des Grünflächenamtes „sieht die Umsetzung einer ökologisch wertvollen Anlage vor“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Roxel Nord“ solle daher „ein möglichst großes Artenspektrum als Nahrungsquelle insbesondere für Insekten“ sowie auch Erholungs- und Gemeinschaftswerte für die Menschen bieten.

Grundriss

Dieses Ziel möchte das Grünflächenamt durch einen sechseckigen, wabenförmigen Grundriss der Gartenparzellen erreichen. Dies ermögliche neben einer effektiven Ausnutzung des Grundstücks „die Entstehung von unterschiedlichen, locker angeordneten, gemeinschaftlich nutzbaren, ökologisch angeordneten Grünflächen“, so die Beschlussvorlage.

Das Grünflächenamt liefert auch konkrete Vorschläge, was in der Gartenanlage „Roxel Nord“ einmal grünen und blühen soll. An den Grünflächensäumen könnten Wildblumen wachsen, so das Amt. In den offeneren Bereichen der Anlage sollen „standortgerechte Obstgehölze“ wie beispielsweise Wildapfel und Wildbirne angepflanzt werden.

Wildrosen

Ebenfalls „standortgerechte Blühsträucher“ wie Weißdorn, Schmetterlingsstrauch, Vogelbeere, Traubenholunder oder Wildrosen sind für die Bepflanzung in den offenen Bereichen der Anlage amtlich vorgesehen.

Ein 1,80 Meter hoher Maschendrahtzaun soll das gesamte Kleingartenareal begrenzen. An der Hauptzufahrt zum Stodtbrockweg soll es ein sechs Meter breites Tor geben. Für Fußgänger und Radfahrer ist südlich der Anlage ein kleineres Tor geplant.

Baubeginn

Baubeginn für die neue Kleingartenanlage soll im vierten Quartal 2020 sein, wenn die politischen Gremien mitspielen. „Die Fertigstellung ist für Anfang 2022 geplant“, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Die einzelnen Parzellen von „Roxel-Nord“ dürften ziemlich schnell vergeben sein. „Wir haben gut 200 Bewerber auf der Warteliste“ betonte Horst Stronk, Vorsitzender des Stadt- und Bezirksverbands der Kleingärtner, schon vor Monaten gegenüber unserer Zeitung.

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