Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West
„Roxel Nord“ kann kommen

MÜNSTER-WEST -

Ein Moment der Trauer eröffnete die Sitzung. Dann wurden wichtige Entscheidungen gefällt.

Samstag, 30.11.2019, 05:30 Uhr
Auf dieser Fläche am Stodtbrockweg soll die neue Kleingartenanlage „Roxel Nord“ entstehen.
Auf dieser Fläche am Stodtbrockweg soll die neue Kleingartenanlage „Roxel Nord“ entstehen. Foto: jans

Das gedämpfte Gemurmel der Lokalpolitiker wich betroffenem Schweigen, als Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine zu Beginn der Sitzung der Bezirksvertretung Münster West (BV) die Runde über den Tod des Bezirksvertreters Raimund Köster informierte.

Der Albachtener gehörte der SPD-Fraktion der Bezirksvertretung seit 2014 an. Er verstarb, so Brinktrine, am Sonntag. Raimund Köster wurde 70 Jahre alt. Nachdem sie die traurige Nachricht gehört hatten, erhoben sich die BV- Mitglieder zu stillem Gedenken an den Verstorbenen.

Danach ging das politische Tagesgeschäft aber unweigerlich weiter. Eckhard Schläfke, Betriebsleiter der Stadtwerke, informierte zunächst in einem gut einstündigen Beitrag über den Einsatz wasserstoffgetriebener Busse im öffentlichen Nahverkehr. Als CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten aber wissen wollte, ob jene über Wasserstoff angetriebenen Busse, von denen die Stadtwerke laut Schläfke bereits zwei bestellt haben, auch bald in Münster-West eingesetzt würden, verneinte der Referent. Diese Busse würden auf der Linie 4 (Clemenshospital – Waldfriedhof) und der Ringlinie fahren, da sich wasserstoffgetriebene Fahrzeuge nur für „lange Linien“ eigneten.

„Schönes Projekt“

Anschließend trafen die Bezirksvertreter zügig einige wichtige Entscheidungen für Münster-West. Bei einer Enthaltung votierten sie für den Planungs- und Baubeschluss der neuen Kleingartenanlage „Roxel Nord“. Auch einem Antrag von FDP-Bezirksvertreter Peter Koch-Tölken wurde mehrheitlich zugestimmt. Er hatte gefordert, dass die Planungen für die neue Kleingartenanlage am Stodtbrockweg die Pläne für eine Nordumgehung Roxels nicht beeinträchtigen dürften. „Das ist sicherlich ein schönes Projekt“, befand SPD-Bezirksvertreterin Elke Kraut-Kleinschmidt hinsichtlich der Idee einer neuen Gartenanlage mit 25 Parzellen. Auch Nils Schappler ( CDU ) und Anke Pallas (Bündnis 90/ Die Grünen) begrüßten die Planung.

Ohne Gegenstimmen wurden in der BV dann die Planungen zur Auflösung der Roxeler Friedensreich-Hundertwasser-Schule zum Schuljahr 2020/2021 angenommen. Dabei soll die Verwaltung prüfen, ob in diesem Schulgebäude künftig eine dritte städtische Gesamtschule untergebracht werden kann. Die aktuelle Nutzung der Schulräume durch das Berufskolleg nannte Bezirksvertreter Schappler „nicht die beste Wahl“.

Außenanlagen

Mehrheitlich votierten die Ortspolitiker für die Planungen zur Gestaltung der Außenanlagen einer neuen Sechs-Gruppen-Kindertageseinrichtung am Nottulner Landweg. Diskussionen gab es über die Parkplatzsituation am Kita-Gelände. Dort soll es nach Meinung der Verwaltung sechs Stellplätze für die Angestellten geben. Die Grünen fanden diese Planung „total toll“ (Pallas). „Das könnte eng werden“, hieß es seitens der CDU (Schappler). „Es geht nicht anders“, betonte seitens der SPD Beate Kretzschmar. Koch-Tölken (FDP) ließ dem Sitzungsprotokoll eine Notiz befügen, in der er die Verwaltung zur Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der Parkplatzsituation auffordert.

Bereits im September hatte die CDU per Antrag eine Erhöhung der Parkplatzzahl „im Hol- und Bringverkehr“ der Eltern von zehn auf 20 Plätze gefordert.

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