Marienschule Roxel
Hilfe beim Wechsel in die Schule

Münster-Roxel -

Die Roxeler Marienschule nimmt am Programm „Rucksack Schule“ teil, bei dem sich Eltern von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterstützen.

Freitag, 13.12.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 17:24 Uhr
Sie wollen Eltern den Übergang zwischen Kita und Schule erleichtern (v.l.): Ana Abad, Elternbegleiterin, Anja Stürmann, Leiterin der Kita „Auf dem Dorn“, Karin Jung, Erzieherin in der Kita „Auf dem Dorn“, Silke Grabbe, stellvertretende Leiterin der Marienschule, Tim Berkemeier, Schulsozialarbeiter, Gülay Lemmen, Lehrerin an der Marienschule, und Gordana Franjic, Elternbegleiterin.
Sie wollen Eltern den Übergang zwischen Kita und Schule erleichtern (v.l.): Ana Abad, Elternbegleiterin, Anja Stürmann, Leiterin der Kita „Auf dem Dorn“, Karin Jung, Erzieherin in der Kita „Auf dem Dorn“, Silke Grabbe, stellvertretende Leiterin der Marienschule, Tim Berkemeier, Schulsozialarbeiter, Gülay Lemmen, Lehrerin an der Marienschule, und Gordana Franjic, Elternbegleiterin. Foto: sn

„Jetzt verstehe ich besser, was in der Schule gemacht wird“, sagt Gordara Franjic . Sie ist Mutter und zugleich „Elternbegleiterin“ in dem Programm „Rucksack Schule“, an dem Eltern mit und ohne Migrationshintergrund an der Marienschule gemeinsam teilnehmen können. Das Programm vermittelt, was Schule ausmacht, aber auch das alltägliche Leben außerhalb des Unterrichts ist Thema. Vor allem soll der Übergang zwischen Kita und Schule gelingen, deshalb ist in Roxel auch die Kita „Auf dem Dorn“ mit von der Partie.

An beiden Einrichtungen läuft das Programm derzeit. Wie das im Alltag genau abläuft, schildert Karin Jung , Erzieherin an der Kita „Auf dem Dorn“. So stand etwa ein Einkauf auf dem Stundenplan. Die Jungen und Mädchen konnten sehen, wie man das so macht, und welche Produkte eingekauft wurden. Für die Eltern wiederum gab es zu dem Thema „Übungszettel“ in ihrer Herkunftssprache. So konnten sie lesen und verstehen, wie in Deutschland das Einkaufen funktioniert. Für viele, die hier neu ankommen würden, seien solche Sachen noch völlig fremd, so Jung.

Bei der Marienschule stehen natürlich auch solche Themen im Vordergrund wie die Hausaufgaben: Was müssen die Schüler leisten? Und wo liegt die Verantwortung der Eltern? 

Ein anderes Beispiel nennt Schulsozialarbeiter Tim Berkemeier. So werde auch mit den Eltern besprochen, was in einen Tornister gehöre. Er besucht die Familien, wenn es notwendig ist mit Dolmetscher. Weitere praktische Fragen werden erörtert, etwa wo in Roxel Schulbedarf erhältlich ist. Auch Kulturelles wird diskutiert, etwa die Feiern und Feste in Deutschland, jetzt zum Beispiel der Advent.

Zwei fünfköpfige Gruppen gebe es derzeit, in der die Eltern der Kita und der Schule über diese Themen sprechen, sagt Gülay Lemmen, Lehrerin an der Marienschule. Alle sind angesprochen, denn: „Sie sind Eltern, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.“ Die Gruppen treffen sich einmal die Woche und werden von „Elternbegleitern“ angeleitet. Die Übungsblätter, die die Väter und Mütter erhalten, gibt es in vielen Sprachen: „Wir wollen die Mehrsprachigkeit fördern“, sagt Lemmen.

Das Kommunale Integrationszentrum Münster unterstütze das „Rucksack“-Programm, so Kita-Leiterin Anja Stürmann, etwa durch Begleitung, Qualifizierung und Beratung der Bildungseinrichtungen. Gefördert werde es durch das Landesschulministerium und das Landesfamilienministerium. Das „Rucksack“-Programm schaffe eine „Brücke“, meint Elternbegleiterin Franjic. Es läuft zunächst bis zum Ende des Unterrichtsjahres und richtet sich an Familien mit und ohne Migrationsvorgeschichte, die sich gemeinsam in der Zeit des Übergangs von der Kita in die Grundschule stärken und unterstützen wollen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7130451?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
"Wir werden nicht so schlecht regiert"
Thomas de Maiziere bei der Präsentation seines Buches „Regieren. Innenansichten der Politik“
Nachrichten-Ticker