Ausbau Rasthof Münsterland-West
Mehr Lärm in Wohnquartieren

Münster-Roxel -

Münsters Grüne haben im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zur Erweiterung des Autobahnrasthofs Münsterland-West eine Eingabe gemacht. Auch sie fordern, das Ausbauprojekt zu stoppen.

Donnerstag, 19.12.2019, 19:00 Uhr
Kommt es zum Ausbau des Roxeler Autobahnrasthofs Münsterland-West, dann wird es nach Ansicht der Grünen unter anderem im Wohnquartier Schweriner Straße / Stargarder Straße gesundheitsschädliche Lärmbelastungen geben.
Kommt es zum Ausbau des Roxeler Autobahnrasthofs Münsterland-West, dann wird es nach Ansicht der Grünen unter anderem im Wohnquartier Schweriner Straße / Stargarder Straße gesundheitsschädliche Lärmbelastungen geben. Foto: sch

Die Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ kann in ihrem Kampf gegen die geplante Erweiterung des Roxeler Autobahnrasthofs Münsterland-West auf die Unterstützung der münsterischen Grünen zählen. Die haben laut einer Mitteilung nämlich im Rahmen des Planfeststellungsverfahren eine „Eingabe gegen die Mammut-Rastanlage in Roxel“ gemacht. „Die Planungen müssen eingestellt und dürfen nicht weiterverfolgt werden“, fordert Grünen-Ratsmitglied Carsten Peters .

Nach Ansicht des Ratsherrn, der auch verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, hat sich der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen im Hinblick auf die Erweiterung der Tank- und Rastanlage für die „schlechteste Variante aus Sicht der Wohnbevölkerung entschieden“. Komme es zum Ausbau des Rasthofs am Rande Roxels, dann werde in unmittelbarer Wohnortnähe ein Maximum an Lärm- und Schadstoffemissionen erzeugt. Und dies auf einer Fläche von zirka zehn Hektar in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet, das dann vernichtet werde.

Nach Darlegung der Grünen wird es bei der Realisierung des umstrittenen Erweiterungsprojekts in den benachbarten Wohnquartieren deutlich mehr Lärm als bislang geben. Insbesondere die Straßen Nottulner Landweg, Schweriner Straße und Stargarder Straße seien davon betroffen, wird mit Blick auf schalltechnische Untersuchungen des Landesbetriebs prognostiziert. Es werde zu Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte kommen. Die damit verbundenen Belastungen seien für die Anwohner unzumutbar und gesundheitsgefährdend.

So wie die Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ warnen auch die Grünen davor, dass ein Ausbau der Tank- und Rastanlage die Zerstörung einer Frischluftschneise mit sich bringen werde, die dringend benötigte Kaltluft in die Innenstadt bringe: „Die Auswirkungen auf das lokale Klima sind dann sofort spürbar und in Zeiten von Erderwärmung und Klimawandel unverantwortlich.“

Folgen der geplanten „Landschaftsvernichtung“ seien Hitze-Inseln, der Verlust landwirtschaftlich wertvoller Fläche sowie einer der letzten Freiflächen und Naherholungsgebiete Roxels, heißt es in der Mitteilung der Grünen weiter. Sie verweisen zudem darauf, dass auf einer erweiterten Tank- und Rastanlage Münsterland-West pro Tag möglicherweise 1307 Lkw zu verzeichnen sein würden, die allein dort in dieser Zeit über 1000 Kilometer zurücklegten. Politisches und wirtschaftliches Bestreben müsse grundsätzlich dahin gehen, mehr Güter über Schiene und Wasser zu transportieren: „Der intensive Transport von Gütern über die Straße ist in hohem Maße mit CO-Ausstoß verbunden. Diesen zu reduzieren, ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7143403?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
"Wir werden nicht so schlecht regiert"
Thomas de Maiziere bei der Präsentation seines Buches „Regieren. Innenansichten der Politik“
Nachrichten-Ticker