Schützenbruderschaft St. Pantaleon
Lediglich 829 Euro fehlen noch

Münster-Roxel / Nordkirchen -

Einmal im Jahr fahren die Roxeler Schützen nach Nordkirchen. Seit fast fünf Jahrzehnten unterstützen sie die dortige Kinderheilstätte mit Geld aus ihrer Spendensammlung. Bald sind stolze 150 000 Euro zusammengekommen.

Mittwoch, 15.01.2020, 19:00 Uhr
Eine Abordnung der Roxeler Schützen um ihren Vorsitzenden Rainer Bonato (r.) war auch in diesem Jahr in der Nordkirchener Kinderheilstätte zu Gast, um eine großzügige Spende zu übergeben. Norbert Heßling, Roman Groß (3.u.5.v.l.) sowie Gisela Stöver te Kaat und Ina Tiggemann (6.u.7.v.l.) freuten sich darüber.
Eine Abordnung der Roxeler Schützen um ihren Vorsitzenden Rainer Bonato (r.) war auch in diesem Jahr in der Nordkirchener Kinderheilstätte zu Gast, um eine großzügige Spende zu übergeben. Norbert Heßling, Roman Groß (3.u.5.v.l.) sowie Gisela Stöver te Kaat und Ina Tiggemann (6.u.7.v.l.) freuten sich darüber. Foto: beb

Anno 2021 feiert die Roxeler Schützenbruderschaft St. Pantaleon einen runden Geburtstag, die Schützen gibt es dann seit stolzen 200 Jahren. Beinahe hätte die Delegation um den Vorsitzenden Rainer Bonato , Schützenkönig Karl-Heinz Kemmann und die für die Sammlung der Spendengelder verantwortlichen Hubert Bentfeld und Theo Rüschhoff-Nadermann beim traditionellen Besuch in der Nordkirchener Kinderheilstätte schon jetzt eine runde Zahl präsentieren können.

Nach mittlerweile 48 Jahren haben die insgesamt erzielten Spenden bei der langjährigen Sammelaktion zugunsten der Heilstätte die Marke von 150 000 Euro nur noch knapp verfehlt: 149 171 Euro sind es derzeit. Lediglich 829 Euro fehlen noch. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen bei den Versammlungen der Schützen und an verschiedenen Standorten in Roxel 2500 Euro zusammen.

Bonato kam die noch verpasste Summe aber nicht ungelegen: „Wir können die Schallgrenze im Jubiläumsjahr knacken. Das passt ganz gut“, erklärte er. Zudem kündigte der Vorsitzende an, die Heilstätte ins Jubiläumsprogramm einbinden zu wollen.

Gisela Stöver te Kaat von der Kinderheilstätte betonte das lange Vertrauensverhältnis mit den Worten: „Ohne euch würde uns wirklich was fehlen“. Und ihr Kollege Norbert Heßling unterstrich: „Es ist eine besondere Verbindung, seit mehreren Jahrzehnten Spenden in dieser Höhe zu erhalten.“

In diesem Jahr fließt das Geld an die Maximilian-Kolbe-Schule, eine Förderschule für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Sie wird von Heßling geleitet und derzeit von rund 300 Schülern besucht. In der Schule soll ein Oasenraum eingerichtet werden. Dieser ermöglicht es Schülern, die nicht in der Lage sind, die volle Unterrichtszeit von 60 Minuten pro Schulstunde mitzumachen, wieder zu sich zu finden. „Der Raum ist absolut notwendig, weil wir Schüler mit dem Bedarf haben“, erläuterte Konrektor Julian Groß. Der zurzeit noch leere Raum soll unter anderem durch Liegeflächen, Sitzsäcke, Tische, Stühle und Bücher mit Leben gefüllt werden.

Lehrerin Ina Tiggemann zeigte an drei Schülerinnen exemplarisch, wie in der Berufspraxisstufe (Klasse 11 bis 13) die Schüler ihre eigenen Fähigkeiten und Wünsche mit Hilfe eines Ordners reflektieren und so auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. „Das zeigt, welche Bandbreite wir haben“, meinte Heßling zu den recht unterschiedlichen Beispielfällen.

Im kommenden Jahr kann dann sicherlich in Roxel wie auch in Nordkirchen eine runde Zahl gefeiert werden. Nicht nur die Schützen, sondern auch die Verantwortlichen der Kinderheilstätte dürften sich darüber freuen.

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