Kneipenvorlesungen des Roxeler Heimat- und Kulturkreises
Vom Bauernhof bis zum Südpol

Münster-Roxel -

Es geht weiter, und so manch einer wird sich darüber freuen: Die beliebten Kneipenvorlesungen des Roxeler Heimat- und Kulturkreises finden auch im Jahr 2020 wieder statt. Los geht´s am 26. März.

Freitag, 07.02.2020, 19:03 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 19:20 Uhr
Hermann-Hosef Richter (r.) und Matthias Heitplatz.
Hermann-Hosef Richter (r.) und Matthias Heitplatz.

Die Vorlesungsfreie Zeit wird im kommenden Monat beendet: Ende Oktober vergangenen Jahres hatte der Roxeler Heimat- und Kulturkreis (HKK) letztmals zu einer seiner beliebten Kneipen-Vorlesungen eingeladen. Am 26. März geht die Reihe nun weiter. Und so mancher „Student“ wird sich darauf schon freuen, denn auch anno 2020 stehen wieder interessante Themen auf dem Programm.

Vier Vorlesungen haben die Verantwortlichen des Heimat- und Kulturkreises in diesem Jahr geplant. Die erste davon wird am 26. März von Raffaela Busse gehalten. Sie steht unter der Überschrift „Eine Nacht am geografischen Südpol“. Die Roxelerin ist Doktorandin am Institut für Kernphysik der Uni Münster. Im Rahmen der wissenschaftlichen Forschung verbrachte sie ein Jahr in der Antarktis im „Ice Cube Neutrino Oberservatory“. In der Forschungsstation, die Teil der US-amerikanischen Amundsen-Scott-Südpolstation ist, wird von Wissenschaftlern verschiedener Nationen die Herkunft der Neutrinos, der kleinsten hochenergetischen kosmischen Teilchen, erforscht. In der Antarktis, in der es bis zum minus 80 Grad kalt wird, war Raffaela Busse acht Monate lang ohne Besuch. Mit spektakulären Bildern wird sie von ihrer Arbeit am Südpol berichten.

Weiter im Vorlesungsprogramm geht es am 4. Juni. Dann werden die beiden Roxeler Landwirte Hermann-Josef Richter und Matthias Heitplatz das Sagen haben. „Brauchen wir den Bauern vor Ort?“ heißt das Thema des Duos. Der eine von ihnen hat sich der Milchviehhaltung verschrieben, der andere der Sauenhaltung und Schweinemast. Sie werden ihre Zuhörerschaft darüber informieren, wie sich in Zeiten, in denen deutsche Bauern zu Protesten auf die Straßen gehen, die Situation auf ihren Höfen darstellt. Zudem werden sie darlegen, welche Erwartungen sie für die Zukunft haben.

Mit Prof. Dr. Nexhmedin Morina geht am 24. September ein weiterer Wissenschaftler der münsterischen Uni ans Vorlesungspult. Der Roxeler ist Hochschullehrer für Klinische Psychologie und Psychotherapie. In einer sich rasant wandelnden Welt, in der immer mehr Menschen über Depressionen oder Angststörungen klagen oder sich mit ihrer eigenen Situation überfordert fühlen, wird Morina Einblick darin geben, was man von psychotherapeutischen Behandlungen erwarten kann.

Die letzte Vorlesung des Jahres 2020 wird Dr. Falko Schappacher halten. Er ist kaufmännisch-technischer Direktor des Meet-Instituts (Münster Electrochemical Energy Technology). Am 29. Oktober geht es bei ihm deshalb um das Thema „Elektromobilität made in Münster“. Bekanntlich soll von Münster aus die Forschung der Elektromobilität in Deutschland vorangetrieben werden. Dazu hat die Bundesregierung Millionen-Beträge an Forschungsmitteln bereitgestellt. Erklärtes Ziel der Forscher und Techniker ist es, bei der Entwicklung leistungsfähiger Batteriezellen auf dem von asiatischen Herstellern dominierten Markt mithalten zu können.

Die von den „Dozenten“ stets in allgemeinverständlicher Form gehaltenen Vorlesungen des Heimat- und Kulturkreises finden immer um 19 Uhr im „Hörsaal“ der Gaststätte Kortmann (Pantaleonstraße) statt. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist willkommen.

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